St. Wendeler Landrat begrüßt Saarland-Modell

Am 6. April startet das Saarland-Modell. Das hat der Ministerrat beschlossen. „Nach über einem Jahr Pandemie brauchen wir Perspektiven für unsere Bürgerinnen und Bürger, wir brauchen Wege aus der Krise – mit dem Saarland-Modell beschreiten wir einen solchen Weg, der uns mit Bedacht und Vorsicht schrittweise zurück in die Normalität führen wird“, sagt Udo Recktenwald, Landrat des Landkreises St. Wendel und stellvertretender Vorsitzender des Landkreistages Saarland. „Das Virus wird nicht plötzlich verschwinden, daher müssen wir mehr impfen, mehr testen. Dass Hauspraxen ab dem 6. April mit dem Impfen beginnen, ist ein wichtiger Meilenstein. Bis ausreichend Impfstoff vorhanden ist, müssen wir zudem mehr Testmöglichkeiten schaffen. Denn je mehr getestet wird, umso wahrscheinlicher ist es, asymptomatische Fälle zu erkennen und somit Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen“, so Recktenwald weiter. Der Landkreis St. Wendel sei gerade dabei, zusätzliche, von Privaten betriebene Testzentren zu beauftragen. Zuvor habe man bereits im Landkreis sieben kommunale Testzentren errichtet, hinzu komme ein Landestestzentrum in St. Wendel. „Die Testzentren im Landkreis St. Wendel werden sehr gut angenommen. Dies zeigt, dass unsere Bürgerinnen und Bürger verantwortungsvoll handeln, sich und ihre Mitmenschen schützen wollen. Daher ist es zu begrüßen, dass das Saarland-Modell in Verbindung mit einem negativen Testergebnis das öffentliche Leben wieder schrittweise zulässt. Eine Perspektive, die wir alle jetzt brauchen“, kommentiert Recktenwald.

Der Landrat begrüße auch die Testpflicht an Schulen, die mit der Rückkehr in den Präsenzunterricht verbunden ist: „Auch hier müssen wir schrittweise den Ausnahmezustand beenden. Auch hier bietet das Saarland-Modell eine wichtige Perspektive.“

Das Saarland-Modell sieht einen Drei-Stufen-Plan vor: Bei einer Inzidenz unter 100 sind weitere Öffnungsschritte vorgesehen, etwa die Öffnung der Außengastronomie mit Terminvergabe, von Theatern und Kinos oder Kontaktsport im Außenbereich – dies jedoch geknüpft an ein negatives Corona-Testergebnis. Bei einer Inzidenz von über 100 für drei Tage wird die Testpflicht ausgebweitet, etwa auf den Einzelhandel, jedoch nicht auf etwa Lebensmittelgeschäfte. Wenn eine Überlastung des Gesundheitssystems droht, tritt die dritte Stufe in Kraft und somit ein harter Lockdown.

Recktenwald: „Entscheidend ist allerdings, dass beim Drei-Stufen-Plan genau hingeschaut wird, wo sich das Infektionsgeschehen konzentriert, ob Cluster feststellbar sind. Sollte etwa eine Pflegeeinrichtung oder eine KiTa stark betroffen sein, die Inzidenz somit sprunghaft steigen, muss nicht gleich das gesamte Land in den Lockdown gehen. Nicht die Inzidenz allein ist somit entscheidend, sondern auch die Positivquote, der R-Wert, die Auslastung der Krankenhäuser. Eine Lehre, die wir nach einem Jahr Pandemie gezogen haben. Ein Weg aus der Krise und eine Perspektive für uns alle – wenn auch alle mitmachen! Ob das Saarland-Modell Erfolg haben wird, liegt somit auch an jedem einzelnen.“

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