St. Wendeler Land: Arbeitslosenquote liegt im Februar bei 3,5%

Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis lag im Februar mit 1.655 auf Januarniveau. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit deutlich gesunken (minus 9,6 Prozent). Neben der registrierten Arbeitslosigkeit galten 1.023 Personen nicht als arbeitslos, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus waren (s. Ausführungen zur Unterbeschäftigung).

Die Arbeitslosenquote lag bei 3,5 Prozent, das waren 0,4 Prozentpunkte weniger als vor einen Jahr.

Die Arbeitslosenquoten aller saarländischen Landkreise im Vergleich:

Landkreis St. Wendel: 3,5 Prozent

Landkreis Merzig-Wadern: 4,6 Prozent

Landkreis Saarlouis: 5,1 Prozent

Saarpfalz-Kreis: 5,3 Prozent

Landkreis Neunkirchen: 7,4 Prozent

Regionalverband Saarbrücken: 9,3 Prozent

„Die Menschen profitieren derzeit von einer regen Nachfrage auf Seiten der Unternehmen. Aus der Arbeitslosigkeit heraus eröffnen sich gute Beschäftigungschancen, insbesondere für qualifizierte Fachkräfte“, betont Jürgen Haßdenteufel, Leiter der Agentur für Arbeit Saarland. Eine marktgerechte Qualifikation ist laut Haßdenteufel der Schlüssel für eine nachhaltige Integration in Beschäftigung.

„Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt darin, Ungelernte zu qualifizieren, immer mit Blick auf die Bedürfnisse des Marktes. Wer Fachwissen besitzt, hat deutlich höhere Chancen auf Integration und langfristig wesentlich bessere Perspektiven als jemand, der nur auf Helferniveau arbeiten kann. Wir investieren daher sehr zielgerichtet in Weiterbildungsmaßnahmen. Im Jahr 2018 stehen dafür seitens der Arbeitsagentur als regionaler Anteil für den Kreis St. Wendel 2 Mio. Euro zur Verfügung“ so Haßdenteufel. „Durch flankierende Förderangebote und die Unterstützung betrieblicher Einarbeitung gelingt vielfach sehr schnell der Einstieg in Beschäftigung.“

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar um sieben auf 807 gesunken, das waren 5,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im aktuellen Monat waren 484 Männer und 323 Frauen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr ist sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen.

Bei den bei der Arbeitsagentur gemeldeten Jüngeren unter 25 Jahren lag die Arbeitslosigkeit mit rund 125 Personen auf Vorjahresniveau.

Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50plus lag bei 355. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig verringert (minus neun).

Entwicklung in der Grundsicherung für Arbeitslose

Die Arbeitslosigkeit beim Jobcenter des Landkreises ist im Februar geringfügig gestiegen (plus neun auf 848). Damit um sie deutlich unter dem Vorjahreswert (minus 13,4 Prozent). 382 Frauen und 466 Männer waren im aktuellen Monat arbeitslos gemeldet. Bei den Frauen ist die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 14,2 Prozent, bei den Männern um 12,7 Prozent gesunken.

Jugendarbeitslosigkeit war im Zuständigkeitsbereich des Jobcenters nicht vorhanden.

238 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren älter als 50 Jahre. Dies entspricht einem Anteil von 28,1 Prozent an allen Arbeitslosen. Ihre Zahl konnte gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent reduziert werden.

Weniger als die Hälfte der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen ist gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits ein Jahr und länger registriert. Mit rund 320 Langzeitarbeitslosen beträgt ihr Anteil an allen Arbeitslosen 38,1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um 15 Prozent.

Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit)

Die Unterbeschäftigung lag im Kreis St. Wendel im Februar mit 2.650 Personen um 250 unter dem Vorjahresniveau. Unter den Unterbeschäftigten waren 1.655 Menschen arbeitslos und 1.023 galten nicht als arbeitslos, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus waren. Darunter befanden sich rund 260 Personen in einer Fördermaßnahme für Flüchtlinge. Der Anteil der Arbeitslosen an der Unterbeschäftigung betrug 62 Prozent. Der Arbeitsmarkt wurde damit durch Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik um 38 Prozent entlastet.

Definition Unterbeschäftigung

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen bzw. ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde. Mit dem Konzept der Unterbeschäftigung werden Defizite an regulärer Beschäftigung umfassender erfasst und realwirtschaftliche bedingte Einflüsse auf den Arbeitsmarkt besser erkannt. Zudem können die direkten Auswirkungen der Arbeitsmarktpolitik auf die Arbeitslosenzahlen nachvollzogen werden.

Stellenmarkt

Seit Jahresbeginn haben die Unternehmen der Region 380 offene Stellen zur Besetzung gemeldet, 13 Prozent mehr als vor einem Jahr. Aktuell sind noch 770 offene Stellen gemeldet.

Besonders viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden weiterhin in der Zeitarbeit, im Handel, im Verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe im Gastgewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen gesucht.

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on twitter
Share on linkedin
Share on telegram

ANZEIGEN