Wie geht es mit der Sporthalle weiter?

SPD-Stadtratsfraktion spricht sich für funktionalen Sporthallenneubau aus

Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtrat Marc André Müller steht funktionalem Sporthallenbau in St. Wendel konstruktiv gegenüber.
Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtrat Marc André Müller steht funktionalem Sporthallenbau in St. Wendel konstruktiv gegenüber.

Die marode Sporthalle in St. Wendel beschäftigt derzeit viele Bürger. Nach einem Ortstermin steht fest, dass eine dauerhafte Sanierung nicht mehr möglich ist. Um vorübergehend wieder Schul- und Vereinssport in der Halle zu ermöglichen, hat der Stadtrat in seiner letzten Sitzung eine „interimsmäßige Ertüchtigung“ für über 360.000 Euro beschlossen. Auch die SPD-Stadtratsfraktion hat dieser Maßnahme zugestimmt.

Dass St. Wendel eine ordentliche Halle für die Schulen und die Vereine benötigt, wurde in den letzten Jahren immer wieder betont. „Daran hat sich auch heute nichts geändert und da eine Sanierung nun nicht mehr zur Debatte steht, werden wir den Weg zu einem funktionalen Hallenneubau konstruktiv begleiten“, so der Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtrat, Marc André Müller.

Müller hat bereits den Kontakt zum Innenministerium aufgenommen, um die Möglichkeit einer Bezuschussung für einen Hallenneubau zu erkunden. Da die ursprünglich zugesagten Zuschüsse des Landes nach dem Stopp des Projektes im Sommer 2022 zurückgezogen wurden, müssen neue Verhandlungen geführt werden. „Deshalb soll es demnächst Gespräche zwischen Innenminister Jost, Staatssekretär Lang, Bürgermeister Klär sowie meinem Kollegen Sebastian Schorr von der CDU-Fraktion und mir im Ministerium geben, um die Chancen für eine erneute Bezuschussung durch die Landesregierung auszuloten“, erklärt Marc André Müller.

Die SPD-Fraktion hat klare Vorstellungen, was die Kosten für eine neue Sporthalle angeht. Für sie ist klar, dass eine Halle mit einem Kostenvolumen von 23 Millionen Euro nicht finanzierbar ist. Der finanzielle Handlungsspielraum der Stadt ist zu gering und es gibt zu viele andere wichtige Zukunftsaufgaben, wie den Neubau der Nikolaus-Obertreis-Schule oder die Instandsetzung von Mehrzweckhallen.

Müller zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass man Hallen auch deutlich günstiger bauen kann und verweist auf aktuelle Beispiele in Völklingen und Illingen. In Völklingen sei eine Dreifeldsporthalle binnen knapp 15 Monaten für 3,2 Millionen Euro geplant, gebaut und schließlich 2022 eingeweiht worden; dies allerdings ohne Bau einer Zuschauertribüne (Saarbrücker Zeitung vom 8.5.22 und 28.5.22). In Illingen baue der Landkreis Neunkirchen in Kooperation mit der Gemeinde derzeit eine Dreifeldsporthalle mit Zuschauertribüne für 200 Zuschauer bei einem geschätzten Kostenvolumen von 6,5 Millionen Euro (Saarbrücker Zeitung vom 28.7.22).

Selbstredend sei die Frage der Kosten auch eine Frage der Ausstattung und eine Frage der optischen Gestaltung. Somit müsse nun zügig geklärt werden: „Was brauchen wir unbedingt?“, „Was wollen wir?“ und „Was können wir uns leisten?“, denn wenn die Entwicklungen rund um die ursprünglich geplante Sporthalle eines gezeigt hätten, dann folgendes: „Zeit ist Geld!“, so Marc André Müller.

Nachdem die alte Planung, die bereits Steuergelder in Höhe von über 2,5 Millionen Euro verschlungen hat, nicht umgesetzt wurde, obwohl es in den sechs Jahren seit Ankündigung des Projektes im Rat immer eine politische Mehrheit dafür gab, müsse es nun deutlich schneller gehen. Dies gelte auch für andere Projekte wie den Neubau der NOS, meint Müller abschließend.

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