S(mar)t. Wendeler Land

S(mar)t. Wendeler Land: Vorstellung von Projektideen

Die Teilnehmer der Inno-Gruppe sowie die eingeladenen Experten. Foto: Frank Rauber

Am 28. Oktober 2021 fand die zweite Sitzung der Fachgruppe Innovation statt. Die zweistündige Veranstaltung erfolgte auf Einladung des Tholeyer Bürgermeisters Hermann Josef Schmitt im Freizeithaus St. Mauritius in Tholey.

Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Stabsstellenleiter Digitalisierung und Datentreuhänder Aljoscha Dietrich und die Leiterin des Digitalen Kompetenzzentrums Sabine Dorsch wurden sechs Projektideen aus den Projektbereichen („Ökosystemen“) Mitgestaltung und Bürgerdienste in je fünfminütigen Kurzvorstellungen den Gremiumsmitgliedern präsentiert. Aufgeteilt auf zwei 15-minütige Durchläufe wurden die einzelnen Projektideen anschließend an verschiedenen Themenstationen näher behandelt. Die Gremiumsmitglieder hatten dabei die Möglichkeit, sich selbst den Themenstationen zuzuordnen, um die jeweilige Projektidee unter der Hinzunahme von Experten intensiver kennenzulernen.

Im ersten Durchlauf wurde unter anderem das Thema „LoRaWAN-Netz“ aus dem Ökosystem Bürgerdienste vorgestellt. LoRaWAN steht für Long Range Wide Area Network und ist ein Funkstandard mit vergleichsweise kleinen Datenpaketen, die über große Distanzen übertragen werden. Geplant ist sein Einsatz für Daten von Sensoren, Messgeräten und anderen intelligenten Objekten. Die übermittelten Daten werden dann zur weiteren Verwendung in verschiedenen Softwareapplikationen bereitgestellt. In einem weiteren Schritt sollen den Bürgerinnen und Bürgern die aufbereiteten Daten über ein Dashboard zur Verfügung stehen. „Funklochbeseitigung und Ausbau öffentlicher WLANs“ war ein weiteres Thema aus demselben Ökosystem, denn Funklöcher und Bereiche mit schlechter Netzqualität stören den Digitalisierungsprozess des Landkreises. Ziel der Projektidee ist es, den Bürgerinnen und Bürgern die digitalen Dienste möglichst dauerhaft und überall zur Verfügung zu stellen. Aus dem Ökosystem Mitgestaltung wurde das Thema „Hopology“ präsentiert. Hopology ist ein interaktiver Spielboden für Schulkinder, mit dem selbst entwickelte
Online-Spiele in der analogen Welt ausprobiert und gespielt werden können. Dadurch sollen nicht nur die Kompetenzen im IT-Bereich frühzeitig gefördert werden, sondern Schüler sollen auch das Potenzial neuer Technologien kennenlernen und so zur aktiven Mitgestaltung ihrer Zukunft befähigt werden.

Nach dem ersten Durchlauf stellten die Gremiumsmitglieder die erarbeiteten Ergebnisse der Themenstationen im Plenum vor, um eine gemeinsame Debatte anzuregen.

Das Thema der digitalen Fitness der Bevölkerung im Landkreis war ein Gegenstand des zweiten Durchlaufs. Dem Ökosystem Mitgestaltung zugeordnet, zielte das Thema auf grundlegende digitale Fähigkeiten, die jedem Bürger und jeder Bürgerin einen Mehrwert im Alltag bieten können. Zu diesem Zweck sollen Projekte wie eine Zukunftswerkstatt und eine prototypische Social-Media- Schulung im Rahmen von Smart-City-Modellvorhaben umgesetzt werden. Die „Zukunftswerkstatt“ dient zur Ermittlung von Problemen, Sorgen, Chancen und Hoffnungen der Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf die nachhaltige und digitale Zukunft des Landkreises. Eine weitere Projektidee im zweiten Durchlauf war ein halbtägiger Workshop mit Vertretern lokaler Wirtschaftsunternehmen zur Ermittlung ihrer Probleme und Bedarfe. Für diese sollen in einem weiteren Schritt gemeinsam digitale Lösungen im Sinne des Smart-City-Vorhabens entwickelt werden. Die dritte Themenstation widmete sich dem Thema der „Entwicklung von Chatbots“ für eine Effizienzsteigerung in der Verwaltung. Ein Chatbot ist eine Anwendung, die künstliche Intelligenz verwendet, um mit Menschen in natürlicher Sprache zu kommunizieren. Solche Anwendungen können Verwaltungsmitarbeiter
spürbar entlasten, indem sie häufige Standardfragen von Bürgerinnen und Bürgern mit Verwaltungsanliegen beantworten.

Auch der zweite Durchlauf zur Beratung der Projektideen endete mit einer Diskussion im Plenum. Gemeinsam mit Frau Dorsch zeigte sich Herr Dietrich höchst erfreut über die Ergebnisse der Veranstaltung: „Die regen Diskussionen im Plenum und an den Themenstationen haben viele wertvolle Beiträge zu den Projektideen geliefert.“ Die erarbeiteten Beiträge der Fachgruppe zu den einzelnen Projektideen werden vom Smart-City-Team weiterbearbeitet und in den Strategiepapieren für die Lenkungsgruppe aufgehen. Die Sitzung der Lenkungsgruppe – die als Gremium im Smart-City-Modellvorhaben über die Umsetzung von Projektideen abstimmt – ist für Donnerstag, den 25. November 2021, angesetzt.

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