Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat angesichts der alarmierenden Zahl von fast 9.000 erfassten Messerangriffen im vergangenen Jahr eine Messeramnestie vorgeschlagen. GdP-Chef Kopelke betonte am Dienstag auf der Facebookseite des Verbandes die Dringlichkeit, gefährliche Messer aus privaten Händen zu entfernen, um die öffentliche Sicherheit zu erhöhen.
Kopelke stellte fest, dass eine Messeramnestie ein erster Schritt sei, der auf das Entgegenkommen der Besitzenden setzt. Um die Maßnahme effektiv zu gestalten, forderte er ernsthafte Anreize von der Bundesregierung. „Ein Jahr Netflix für die Abgabe eines verbotenen Butterfly-Messers könnte ein solcher Anreiz sein“, so Kopelke.
Zusätzlich betonte Kopelke die Notwendigkeit langfristiger struktureller Anpassungen zur verbindlichen Regulierung von Messern in der Öffentlichkeit. Das deutsche Waffenrecht sei zu kompliziert, um den Umgang mit Messern klar zu regeln. Die GdP regt daher eine Vereinfachung an und begrüßt den Vorschlag eines Messerführverbotes. Allerdings wies Kopelke darauf hin, dass verstärkte Kontrollen notwendig seien, die zusätzliches Personal und verbesserte Ausstattung für die Polizei erforderten.
Die GdP sieht in diesen Maßnahmen einen wichtigen Schritt, um die Sicherheit in der Öffentlichkeit zu erhöhen und das Risiko von Messerangriffen zu senken.



