Die Gemeinde Tholey verzeichnete in der jüngsten Vergangenheit eine Häufung von versuchten Einbrüchen in Wohnhäuser. Diese beunruhigende Entwicklung veranlasste Bürgermeister Andreas Maldener dazu, die Einwohner zur verstärkten Vorsicht und nachbarschaftlichen Unterstützung aufzurufen.
Die dunkle Jahreszeit begünstige erfahrungsgemäß kriminelle Aktivitäten dieser Art. „Einbrüche sind leider ein Phänomen, das gerade in der dunklen Jahreszeit zunimmt. Umso wichtiger ist es jetzt, aufmerksam zu sein und verdächtige Beobachtungen nicht zu ignorieren“, erklärte der Bürgermeister. Er hob hervor, dass aufmerksame Nachbarn einen wirksameren Schutz darstellen könnten als rein technische Vorkehrungen. „Eine wachsame Nachbarschaft ist oft der beste Schutz. Sie wirkt nachweislich abschreckender als jede technische Maßnahme allein“, fügte Maldener hinzu.
Polizeiliche Untersuchungen zeigen, dass Kriminelle besonders schwer einsehbare oder entlegene Objekte bevorzugen. Die meisten unbefugten Zutritte erfolgen über rückseitige Gebäudebereiche, wobei Balkontüren, Terrassentüren und Fenster die häufigsten Schwachstellen darstellen. Ein verlassen wirkender Eindruck erhöht zusätzlich das Risiko eines Einbruchsversuchs.
Der Verwaltungschef empfahl mehrere konkrete Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung. Sämtliche Fenster, Balkon- und Terrassentüren sollten bei Verlassen der Wohnung komplett verschlossen werden. Gekippte Fenster stellten für Kriminelle eine willkommene Gelegenheit dar. Hauseingänge müssten grundsätzlich verriegelt und nicht nur zugezogen werden. Ergänzende mechanische Absicherungen an Zugängen könnten die benötigte Zeit für einen Einbruch deutlich verlängern. „Schon nach wenigen Minuten geben viele Täter auf, wenn sie merken, dass sie nicht schnell ins Haus gelangen. Genau diesen Zeitfaktor können Bürgerinnen und Bürger aktiv nutzen“, betonte der Bürgermeister.
Als zusätzliche Präventionsmaßnahmen nannte Maldener die Installation von bewegungsgesteuerten Außenleuchten. Von Schlüsseldepots im Gartenbereich riet er dringend ab, da diese potenziellen Tätern bekannt seien und möglicherweise den Versicherungsschutz beeinträchtigen könnten. Jalousien und Rollläden sollten während des Tages hochgezogen bleiben, um keine längere Abwesenheit zu suggerieren.
Für Urlaubszeiten oder längere Abwesenheiten empfahl der Bürgermeister die Einbindung vertrauenswürdiger Nachbarn sowie den Einsatz programmierbarer Beleuchtung. Die Bevölkerung solle zudem auf unübliche Vorkommnisse achten. Auffällige Geräusche, unbekannte Personen auf Privatgrundstücken oder nicht zuordenbare Fahrzeuge müssten ernst genommen werden.
Der Bürgermeister riet bei Verdachtsmomenten zur sofortigen Kontaktaufnahme mit den Sicherheitsbehörden über die Rufnummer 110. „Im Zweifel gilt: lieber einmal zu viel als einmal zu wenig die Polizei verständigen“, unterstrich er. Von eigenmächtigen Konfrontationen mit mutmaßlichen Tätern warnte er eindringlich – diese Aufgabe obliege ausschließlich den Ordnungskräften.
Maldener schloss mit einem Appell an die Solidarität innerhalb der Gemeinde: „Sicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Auch wenn wir aufeinander achten und aufmerksam bleiben, können wir Einbrüchen wirksam vorbeugen.“



