Landkreis St. Wendel kauft und baut sein Katastrophenschutzzentrum aus – Land übernimmt die Hälfte der Kosten

Überreichung der Bedarfszuweisung; Fotograf: Lukas Kowol

Der Landkreis Sankt Wendel hat das Katastrophenschutzzentrum in Hofeld-Mauschbach gekauft, das er zuvor nur gemietet hatte. Für den Erwerb des rund 7500 Quadratmeter großen Grundstücks samt Gebäuden sowie den weiteren Ausbau fallen rund vier Millionen Euro an. Das saarländische Ministerium für Inneres, Bauen und Sport beteiligt sich mit einer Bedarfszuweisung über 1,825 Millionen Euro. Staatssekretär Torsten Lang übergab den Bescheid nun an Landrat Udo Recktenwald. Von den Gesamtkosten sind 3,6 Millionen Euro zuwendungsfähig – das Land trägt davon die Hälfte.

Bereits 2022 hatte der Landkreis Sankt Wendel als erster saarländischer Landkreis ein Katastrophenschutzzentrum eingerichtet. Dafür wurde ein ehemaliger Elektrotechnikbetrieb mit Verwaltungs- und Lagerräumen angemietet. Als sich der Vermieter im vergangenen Jahr zum Verkauf entschloss, stimmte der Kreistag einstimmig für den Kauf. Derzeit werden die bestehenden Gebäude ausgebaut. Mitfinanziert wird das Zentrum auch über die Kreisumlage durch die Gemeinden des Landkreises.

Staatssekretär Lang betonte die Bedeutung der Investition: „Ein leistungsfähiger Bevölkerungsschutz entsteht nicht erst im Einsatzfall – er wird durch vorausschauende Investitionen geschaffen. Genau deshalb unterstützt das Land den Kauf und den Ausbau des Katastrophenschutzzentrums des Landkreises St. Wendel in Hofeld-Mauschbach mit Nachdruck. Unser Ziel ist klar: Wir wollen den Bevölkerungsschutz im Saarland strategisch weiterentwickeln, die Zusammenarbeit mit den Kommunen und der Blaulichtfamilie stärken und unsere Krisenfestigkeit dauerhaft erhöhen. Das neue Katastrophenschutzzentrum zeigt eindrucksvoll, wie dieser Anspruch vor Ort mit Leben gefüllt wird.“

Landrat Udo Recktenwald sagte: „Mit Entschlossenheit und Augenmaß haben wir hier ein beispielhaftes Katastrophenschutzzentrum aufgebaut, das mittlerweile als Vorbild und Blaupause für andere dient. Dies auch dank des Zuspruchs und der Unterstützung durch das Land und unsere Gemeinden, die über die Kreisumlage das Zentrum mitfinanzieren. Denn schließlich wissen wir alle, wie bedeutend und elementar ein gut ausgebauter, gut ausgestatteter Bevölkerungsschutz ist. Und dafür sorgen wir gemeinsam.“

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