400 Einsatzkräfte kämpfen bei Hirzweiler gegen die Flammen

Rund 400 Einsatzkräfte kämpfen derzeit gegen den großen Waldbrand bei Hirzweiler in der Gemeinde Illingen. Nach aktuellen Vermessungen mit einer Drohne sind rund sechs Hektar Wald betroffen. Wegen des schwierigen Geländes und der aufwendigen Versorgung mit Löschwasser gestaltet sich die Brandbekämpfung anspruchsvoll. Unterstützung kommt mittlerweile auch aus der Luft: Ein Löschhubschrauber der hessischen Landespolizei führt Wasserabwürfe durch.

An dem Großeinsatz sind Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz, Polizei und Technisches Hilfswerk beteiligt. Auch Innenminister Reinhold Jost und Staatssekretär Torsten Lang kamen an die Einsatzstelle, um sich über die Lage und die laufenden Arbeiten zu informieren. Landesbrandinspekteur Timo Meyer unterstützt die Einsatzleitung vor Ort.

Landwirte bringen zusätzliches Löschwasser

Eine besondere Herausforderung stellt die Wasserversorgung im Brandgebiet dar. Landwirte aus der Umgebung unterstützen deshalb die Einsatzkräfte und bringen im Pendelverkehr zusätzliches Löschwasser heran.

Auch der SaarForst Landesbetrieb ist in die Maßnahmen eingebunden. Weitere Unterstützung kommt vom Wasserversorger WVO, von Energis und von Kräften der Psychosozialen Notfallversorgung.

Zusätzliche Hilfe wurde über die untere Katastrophenschutzbehörde des Landkreises Neunkirchen angefordert. Das saarländische Innenministerium organisierte daraufhin Unterstützung aus der Luft. Ein Löschhubschrauber der Landespolizei Hessen wurde nach Hirzweiler entsandt und unterstützt die Brandbekämpfung mit Wasserabwürfen.

Einsatzkräfte schützen landwirtschaftlichen Betrieb

In unmittelbarer Nähe des Brandgebietes befindet sich ein landwirtschaftlicher Betrieb. Die Einsatzkräfte haben dort Schutzmaßnahmen eingerichtet, um zu verhindern, dass die Flammen auf den Hof übergreifen. Nach aktuellem Stand konnte der Betrieb vor dem Feuer geschützt werden.

„Ich habe mir gemeinsam mit Staatssekretär Torsten Lang vor Ort ein Bild von der Lage und den schwierigen Bedingungen gemacht, unter denen die Einsatzkräfte hier arbeiten. Besonders beeindruckt mich das Zusammenspiel aller Beteiligten: Feuerwehren und Hilfsorganisationen arbeiten Hand in Hand, Hessen unterstützt uns kurzfristig aus der Luft und Landwirte aus der Umgebung helfen ganz selbstverständlich bei der Löschwasserversorgung. Mein großer Dank gilt allen, die hier gemeinsam mit enormem Einsatz daran arbeiten, den Brand einzudämmen“, sagte Innenminister Reinhold Jost.

Innenministerium begleitet Großeinsatz

Die Koordinierungsstelle Bevölkerungsschutz im Ministerium für Inneres, Bauen und Sport ist ebenfalls besetzt. Sie begleitet die Lage, unterstützt bei der Steuerung der benötigten Ressourcen und stimmt sich mit den beteiligten Führungs- und Lageeinrichtungen sowie der Einsatzführung vor Ort ab.

Die Löscharbeiten dauern weiterhin an. Wann der Einsatz beendet werden kann, ist derzeit noch offen. Zur Ursache des Waldbrandes liegen bislang keine Angaben vor.

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