Innenminister Jost dankte allen Beteiligten bei den vergangenen Einsätzen

Foto: Florian Blaes

Zwei größere Brände haben am Sonntag Hunderte Einsatzkräfte im Saarland in Atem gehalten. In Heusweiler-Bietschied geriet gegen 12.05 Uhr eine Lagerhalle eines landwirtschaftlichen Geflügelbetriebs in Flammen. Nur wenige Stunden später, gegen 15.42 Uhr, wurde in Freisen-Eitzweiler ein Flächenbrand gemeldet, der sich rasch auf angrenzende Flächen mit losem Baumbestand ausbreitete.

Der Brand in Heusweiler konnte gelöscht werden. Mehr als 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, THW und DRK waren vor Ort. Der Sachschaden liegt im sechsstelligen Bereich. Menschen, Rinder und Hühner kamen nicht zu Schaden. Die Brandursache ist noch unklar – nach ersten Erkenntnissen entwickelte sich das Feuer im Bereich einer Werkstatt.

Deutlich aufwendiger gestaltete sich der Einsatz in Freisen-Eitzweiler. Der Vegetationsbrand konnte zwar weitestgehend unter Kontrolle gebracht werden, doch zahlreiche Glutnester am Boden machten umfangreiche Nachlöscharbeiten erforderlich. Landesbrandinspekteur Timo Meyer rechnete damit, dass diese noch einige Stunden andauern würden. Ein Hubschrauber der Polizei Rheinland-Pfalz unterstützte die Löscharbeiten aus der Luft. Die rheinland-pfälzischen Kräfte wurden inzwischen aus dem Einsatz entlassen. Rund 210 Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK aus dem Saarland sowie die Bundeswehr-Feuerwehr aus Baumholder waren weiterhin im Einsatz. Letztere unterstützte insbesondere mit besonderen geländegängigen Fahrzeugen. Zwei Einsatzkräfte wurden durch Rauchgas verletzt und mussten in Krankenhäusern behandelt werden.

Innenminister Reinhold Jost dankte allen Beteiligten: „Mein ausdrücklicher Dank und meine Anerkennung gelten allen Einsatzkräften, die bei diesen beiden Brandlagen mit großem Engagement, hoher Professionalität und unter teilweise schwierigen Bedingungen im Einsatz waren. Ebenso danke ich den Landwirten, die mit ihren Maschinen zur schnellen Eindämmung des Brandes beigetragen haben. Besonders hervorheben möchte ich die professionelle Einsatzleitung und die enge Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus Rheinland-Pfalz. Mein Dank gilt ebenso der Bundeswehr-Feuerwehr aus Baumholder für ihre wichtige Unterstützung, insbesondere mit ihren geländegängigen Fahrzeugen. Den beiden verletzten Einsatzkräften wünsche ich eine schnelle und vollständige Genesung.“

Angesichts der aktuell hohen Brandgefahr appellierte der Innenminister an die Bevölkerung, die geltende Waldbrand-Gefahrenstufe ernst zu nehmen: „Wo es knochentrocken ist, kann bereits ein kleiner Funke einen Brand auslösen. Deshalb bitte ich alle um besondere Vorsicht: Nicht dort grillen, wo dies nicht ausdrücklich erlaubt ist, im Wald und auf trockenen Flächen nicht rauchen und Fahrzeuge nicht auf trockenen Wiesen oder Feldern abstellen. Auch ein heißer Auspuff oder Katalysator kann trockenes Gras entzünden. Jeder kann dazu beitragen, Brände zu verhindern.“

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