Inklusion erleben: Saarländische Betriebe und Werkstätten tauschen für einen Tag ihr Personal

Symbolbild

Am 24. September 2026 werden rund 300 Beschäftigte mit und ohne Behinderung im Saarland für einen Tag ihre Arbeitsplätze tauschen. Der bundesweite Aktionstag „Schichtwechsel“ soll Begegnungen auf Augenhöhe ermöglichen und Inklusion im Arbeitsleben greifbar machen. Neun Werkstätten für behinderte Menschen, vier Inklusionsbetriebe sowie 85 Unternehmen und Institutionen aus Industrie, Handwerk, Dienstleistung, Handel, Gesundheits- und Sozialwesen sowie der öffentlichen Verwaltung nehmen teil.

Das Prinzip: Werkstatt-Beschäftigte arbeiten einen Tag lang in Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes, während Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus diesen Betrieben in Werkstätten oder Inklusionsbetrieben mitarbeiten. Dieser Perspektivwechsel soll Berührungsängste abbauen und die Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen sichtbar machen. Michael Schneider, Geschäftsführer des Landesverbands Arbeit-Bildung-Teilhabe Saarland e.V., erklärte: „Der Schichtwechsel lebt von persönlichen Begegnungen. Wer für einen Tag den Arbeitsplatz tauscht, entdeckt nicht nur eine andere Arbeitswelt, sondern erlebt die Fähigkeiten und Potenziale seines Gegenübers unmittelbar. Genau daraus entstehen Verständnis, Vertrauen und oftmals Kontakte, die weit über den Aktionstag hinaus bestehen bleiben. Der Schichtwechsel zeigt eindrucksvoll, dass Inklusion dort gelingt, wo Menschen gemeinsam arbeiten und sich auf Augenhöhe begegnen.“

Auch Sozialminister Dr. Magnus Jung beteiligt sich erneut und wird seinen Arbeitsplatz für einen Tag tauschen. Er sagte: „Sichtbarkeit ist das beste Mittel gegen Vorurteile und Stereotypen. Der Schichtwechsel bietet die Möglichkeit hautnah das Leben des Gegenübers mitzuerleben und wahres Verständnis aufzubauen, außerhalb von abstrakten Debatten und Entscheidungen. Für die Landesregierung ist es wichtig, gesellschaftliche Akzeptanz zu stärken und Spaltungen zu schließen, und zu zeigen, dass wir alle voneinander profitieren. Deswegen kann ich mich auf meinen Einsatztag bei Saarwork nur freuen.“

Der Landesverband Arbeit-Bildung-Teilhabe Saarland e.V. vertritt die Interessen der Werkstätten, Inklusionsbetriebe und anderer Leistungsanbieter im Saarland. Die saarländischen Werkstätten für behinderte Menschen bieten derzeit rund 3.800 Arbeitsplätze. In den Inklusionsbetrieben arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

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