Die steigenden Lebenshaltungskosten bereiten den Deutschen in diesem Jahr am meisten Sorgen. Laut der repräsentativen Studie „Die Ängste der Deutschen 2024“ des R+V-Infocenters befürchten 57 Prozent der Befragten, dass sie von höheren Preisen betroffen sein werden. An zweiter Stelle steht die Angst vor den Folgen der Migration: 56 Prozent der Deutschen sorgen sich, dass die hohe Zahl an Geflüchteten die Behörden überfordern könnte.
Studienleiter Grischa Brower-Rabinowitsch erklärt: „Trotz langsamer steigender Preise und Maßnahmen wie Tarifabschlüsse und Inflationsprämien bleiben die Ängste um die Lebenshaltungskosten hoch. Die Menschen blicken skeptisch in die Zukunft.“ Die Sorge vor steigenden Preisen belegt damit bereits zum dritten Mal in Folge den ersten Platz im Ranking.
Auch die Zuwanderung bleibt ein zentrales Thema. Neben der Sorge vor Überforderung der Behörden befürchten 51 Prozent der Deutschen, dass weiterer Zuzug aus dem Ausland zu gesellschaftlichen Spannungen führt. Vor allem in Ostdeutschland sind diese Sorgen stärker ausgeprägt. Dort geben 60 Prozent der Befragten an, dass sie die Migration als belastend für den Staat empfinden.

Trotz dieser Entwicklungen zeigt die Studie auch positive Tendenzen: Der allgemeine Angstindex ist von 45 auf 42 Prozent gesunken. Insbesondere die Sorgen vor hohen Lebenshaltungskosten und teurem Wohnraum sind im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozentpunkte zurückgegangen. „Die Menschen spüren eine leichte finanzielle Entlastung, was sich positiv auf ihre Stimmung auswirkt“, so Brower-Rabinowitsch.



