Hoffnung für das Saarland

Bildrechte: Vetter Pharma International GmbH

Mit einem feierlichen ersten Spatenstich haben am 13. Mai 2026 die Bauarbeiten für einen neuen Produktionsstandort des Pharmadienstleisters Vetter in Saarlouis begonnen. Das Ravensburger Familienunternehmen plant auf einer Fläche von 40 Hektar eine moderne Fertigungsstätte für injizierbare Arzneimittel zu errichten. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf knapp 500 Millionen Euro.

Das erste Bauvorhaben umfasst ein 50.000 Quadratmeter großes Produktionsgebäude, das bis zum Jahr 2031 fertiggestellt werden soll. In der Anlage werden drei Reinräume für die sterile Herstellung von Medikamenten eingerichtet – zwei für die Befüllung vorsterilisierter Spritzen und einer für die Abfüllung von Glasfläschchen (Vials). Ergänzt wird der Komplex durch Laboratorien und Lagerflächen. Das Unternehmen plant zunächst 400 bis 500 neue Stellen zu schaffen. Nach vollständigem Ausbau der ersten Phase könnten bis zu 1.500 Mitarbeiter beschäftigt werden. Langfristig hält Vetter sogar 2.000 Arbeitsplätze für möglich.

„Der heutige Spatenstich markiert einen entscheidenden Schritt für die Zukunft unseres Familienunternehmens“, erklärte Udo J. Vetter, Vorsitzender des Unternehmensbeirats. Das Unternehmen wolle seine Kapazitäten im Bereich komplexer Medikamente ausbauen und gleichzeitig den Industriestandort Deutschland stärken. Ministerpräsidentin Anke Rehlinger betonte die Bedeutung der Ansiedlung für den Strukturwandel im Saarland: „Hier in Saarlouis zeigt sich: Strukturwandel gelingt, wenn wir ihn aktiv gestalten.“ Wirtschaftsminister Jürgen Barke sieht in der Ansiedlung einen wichtigen Schritt zur Positionierung als Pharmastandort: „Eine solche Hochtechnologie-Ansiedlung macht uns zu einem der begehrtesten Standorte für die pharmazeutische Industrie.“

Landrat Patrik Lauer sprach von einer neuen wirtschaftlichen Ära für die Region und verwies auf die vorhandenen Standortvorteile wie qualifizierte Arbeitskräfte und gute Infrastruktur. Oberbürgermeister Marc Speicher hob die schnelle Bearbeitung des Projekts hervor und kündigte eine langfristige Partnerschaft zwischen Stadt und Unternehmen an. Vetter betreibt bereits Produktionsstandorte in Deutschland, Österreich und den USA. Mit der Erweiterung in Saarlouis reagiert das seit 75 Jahren bestehende Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach aseptisch hergestellten Arzneimitteln.

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