Land stockt Förderung für Frühe Hilfen auf – Regionalverband Saarbrücken besonders im Fokus

Baby boy eating with BLW method, baby led weaning
Symbolbild

Die saarländische Landesregierung erhöht die jährliche Förderung für Lotsendienste an den Geburtskliniken im Rahmen des Landesprogramms „Frühe Hilfen im Saarland“ um 80.000 Euro. Die Lotsendienste begleiten Familien unmittelbar nach der Geburt, erkennen Belastungssituationen frühzeitig und vermitteln passende Hilfsangebote – besonders für Familien mit sozialen oder finanziellen Herausforderungen.

Sozialminister Magnus Jung betonte anlässlich der Erhöhung: „Gute Startchancen für Kinder dürfen nicht von den finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern abhängig sein. Gerade die ersten Lebensjahre sind entscheidend für die Entwicklung eines Kindes. Deshalb investiert das Land gezielt in die Lotsendienste an den saarländischen Geburtskliniken. Diese stehen den Familien unmittelbar nach der Geburt zur Seite, unterstützen Eltern in belastenden Lebenssituationen und vermitteln frühzeitig passende Hilfsangebote. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Armutsprävention von Beginn an.“ Die bisherige Landesförderung von 12.500 Euro pro Geburtsklinik bleibt dabei unangetastet. Die zusätzlichen Mittel werden künftig nach einem neuen Verteilungsschlüssel vergeben, der sowohl die Geburtenzahlen als auch die soziale Belastung in den jeweiligen Regionen berücksichtigt.

Jung erklärte dazu: „Familien, die sich in schwierigen sozialen oder wirtschaftlichen Lebenslagen befinden, benötigen häufig einen höheren Unterstützungsbedarf. Deshalb werden bei der Verteilung der zusätzlichen Mittel künftig verstärkt die regionalen sozialen Bedarfslagen berücksichtigt. Gleichzeitig werden alle saarländischen Geburtskliniken gestärkt, damit die Lotsendienste ihre wichtige Arbeit auch künftig zuverlässig fortführen können.“ Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Regionen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf wie dem Regionalverband Saarbrücken. Mit der Maßnahme setzt die Landesregierung ihren Schwerpunkt auf die Bekämpfung von Kinder- und Familienarmut fort und investiert gezielt in Prävention, gesellschaftliche Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Die zusätzliche Förderung soll auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden, um den Geburtskliniken und ihren Lotsendiensten die nötige Planungssicherheit für eine dauerhafte Begleitung von Familien zu geben.

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