Hofeld: Innenminister unterstützt Katastrophenschutzzentrum mit 240.000 Euro

Katastrophenschutzzentrum Hofeld

Seit November 2019 unterhält der Landkreis Sankt Wendel in Hofeld-Mauschbach ein Katastrophenschutzlager. Das soll zu einem Katastrophenschutzzentrum ausgebaut werden. Kosten im ersten Bauabschnitt: rund 500.000 Euro. Das Innenministerium unterstützt das Vorhaben mit 240.000 Euro (Bedarfszuweisung).

Innenminister Klaus Bouillon: „Die Einrichtung des Katastrophenschutzzentrums ist ein wichtiger Schritt, um den im Saarland grundsätzlich bereits gut aufgestellten Katastrophenschutz weiter zu verbessern. Insbesondere die behörden- und gemeindeübergreifende Kooperation erfolgt dadurch wesentlich einfacher und effizienter, sodass im Ernstfall schnellst- und bestmöglich reagiert werden kann. Aus diesem Grund bin ich sehr erfreut, dass wir mit unserer finanziellen Förderung einen hilfreichen Beitrag für die Gewährleistung der Sicherheit im Saarland leisten können.“

Das Katastrophenschutzamt des Landkreises Sankt Wendel ist für Planung und Umsetzung zuständig. „Im Juli 2020 haben wir ein eigenes Katastrophenschutzamt in der Verwaltung eingerichtet, um dem Thema noch mehr Gewicht zu verleihen“, erläutert Landrat Udo Recktenwald. „Nicht nur die Pandemie, auch die Starkregenereignisse insbesondere im Ahrtal haben mit bedrückender Klarheit bewiesen, dass dies eine richtige und wichtige Entscheidung war. Schließlich gehört der Katastrophenschutz zu den bedeutendsten Herausforderungen der Zeit und ist eine wichtige Aufgabe der Landkreise in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Dazu zählen auch Themen wie die Notfallplanung zur Wasserversorgung oder bei Stromausfällen. Auch das Katastrophenschutzzentrum, ein Pionierprojekt im Saarland, trägt dem Rechnung. Die Zusammenarbeit unserer Hilfsorganisationen, die interkommunale Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und dem Landkreis ist bei uns vorbildlich. Und davon zeugt auch der Plan, das Katastrophenschutzlager zu einem Katastrophenschutzzentrum auszubauen.“

Im Katastrophenschutzzentrum soll im ersten Schritt eine Wäscherei für Einsatzkleidung der Hilfsorganisationen untergebracht werden, eine Elektrowerkstatt zur Prüfung von Stromerzeugungsgeräten, zudem ein Verpflegungszentrum, betrieben und personalisiert von DRK und Malteser. Ebenso wird das Zentrum Anlaufstelle für Einheiten der Notfallseelsorge und des Veterinärzuges sowie des Kreisverbindungskommandos. Ein Schulungszentrum ermöglicht Aus- und Fortbildung zu Sonderthemen aller Hilfsorganisationen. Hierbei steht auch der Ausbau der Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen untereinander im Fokus. Eine Fahrzeughalle mit vier Stellplätzen für Wechselladerfahrzeug und Abrollcontainer wird ebenso errichtet.

Foto: Dirk Schäfer (Leiter Katastrophenschutzamt Landkreis Sankt Wendel), Landrat Udo Recktenwald, Innenminister Klaus Bouillon, Uwe Schröder (Innenministerium)

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