Die Gemeinschaftsschule Marpingen setzt verstärkt auf das Fahrrad als Fortbewegungsmittel im Schulalltag. Bei einem Besuch in der ersten Maiwoche zeigten sich Umweltstaatssekretär Sebastian Thul und Vertreter des Verkehrsministeriums beeindruckt von den vielfältigen Rad-Initiativen der Schule.
„Wir wollen das Fahrrad so fördern, dass es auch als Mobilitätsmittel im Alltag selbstverständlich wird“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Thomas Alt das Konzept. Die Schule beteiligt sich aktiv am ADFC-Projekt „FahrRadFokus“, das sicheres Radfahren zur Schule fördern soll.
Besonders überzeugt zeigte sich die Delegation vom Talentfach Mountainbike der Stufe 10 sowie der schuleigenen Fahrradwerkstatt. Dort lernen Schüler wichtige Reparaturkenntnisse. „Wer mit dem Zweirad unterwegs ist, sollte sich zumindest mit den Grundkenntnissen der Radtechnik auskennen, um auch mal einen Schlauch oder die Bremsen selbstständig auswechseln zu können“, betont Zehntklässler Elias Stoll.
Diese Fähigkeiten kamen bereits bei einer siebentägigen Radtour nach Paris zum Einsatz, bei der rund 50 Schüler im Juni 2024 teilnahmen. Alle auftretenden Pannen konnten die jungen Techniker vor Ort beheben.
Ein weiteres Highlight steht am 24. Mai an: Die Schüler des Seminarfachs Transalp organisieren die SZ-Radtour. Die 17-19-jährigen Teilnehmer, die sich selbst auf eine Alpenüberquerung vorbereiten, planen die Streckenführung und Verpflegung. Start und Ziel ist die Marpinger Schule. Die von der Saarbrücker Zeitung initiierte Tour wird von der Sparda-Bank und dem Landkreis St. Wendel unterstützt, der Erlös geht an gemeinnützige Zwecke.
„Mit solchen Aktionen schaffen wir es Schritt für Schritt, Alltagsradfahren attraktiver zu machen“, resümiert Alt. Sein Ziel: Das Rad als umweltfreundliche Alternative für Einkäufe, Schul- und Arztbesuche zu etablieren – „ohne Stau, Abgase und Verkehrslärm“.



