Ein gelungener Neujahrsempfang in Eitzweiler

Erstmals richtete der Eitzweiler Ortsrat den traditionellen Neujahrsempfang im Rahmen eines Dorffrühstücks aus. Als Ehrengast war der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Saar und Abgeordnete des saarländischen Landtags Eugen Roth anwesend, der zur aktuellen Situation der Arbeitnehmer und Rentner vor zahlreichen Gästen gesprochen hat. Er lobte die Reichhaltigkeit des Frühstücks. Bürgermeister Karl-Josef Scheer zeigte sich in seinem Grußwort mit dem, was in seinem kleinsten Dorf passiert, sehr zufrieden, und lobte das Engagement der Verantwortlichen im Dorf. Er habe in seiner Amtszeit das eingelöst, was er zuvor versprochen habe. Die Gleichwertigkeit der Lebensbedingungen, gerade der Bewohner der kleineren Dörfer, seien ihm eine Herzensangelegenheit.
Ortsvorsteher Gerald Linn führte aus, dass man wieder gemeinsam einige Verbesserungen in dem beschaulichen Dörfchen vorgenommen habe. Im Rahmen des Freiwilligenprojektes „Treffpunkt der Generationen mit großem Begegnungsfest“ der Aktion Mensch wurden Generationenbänke um schattenspendende Bäume und ein Tisch für den Spiel- und Festplatz in der Etzwies gebaut. Die Fenster und Türen im Dorfgemeinschaftshaus hatte die Firma GeKa-Schreinerei in Rhaunen erneuert. Der Abschluss der Verputzarbeiten stehe noch aus, werde aber hoffentlich zeitnah erfolgen.

 

Die Bewohner der Kuseler Straße, der Hauptstraße durch das Dorf, seien einer hohen Verkehrsbelastung ausgesetzt. Die Landstraße diene seit 45 Jahren als Zubringer zur Autobahn 62 für den Verkehr der Kreisstadt St. Wendel und die dortige Umgebung. Die Belastung der Anwohner durch den Autoverkehr, insbesondere den Lkw-Verkehr ist immens hoch und in den letzten Jahren massiv gestiegen. Geschwindigkeitsmessungen haben ergeben, dass mehr als 70 Prozent der Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit von 50 km/h nicht einhält. Sogar mit 110 km/h sei durchs Dorf gerast worden. Diese Messungen belegen, dass gehandelt werden müsse, so der Ortsvorsteher.
Die beiden Wartehäuschen in der Ortsmitte wurden erneuert, der gesamte Bereich behinderten- und altersgerecht umgebaut. Die Ortsmitte habe durch die Umgestaltung eine deutliche Aufwertung erfahren. Die freiwilligen Spenden der Nutzer des Spiel- und Festplatzes in der Etzwies sollen wieder für Ersatz- und Zusatzanschaffungen im Dorf verwendet werden. In diesem Jahr sollen noch zwei Schirme für Stehtische, eine Stuhlkarre für das Dorfgemeinschaftshaus und eine Edelstahltafel für den Bushaltebereich besorgt werden, damit das Aufhängen von Plakaten nach dem Austausch der Haltestellen wieder möglich ist.
Derzeit beschäftige die Bewohner im ländlichen Raum der schlechte Handy-Empfang. Eine große Herausforderung stelle dabei ein besseres Mobilfunknetz dar. Darauf sollten die kommunalpolitisch Verantwortlichen ein wichtiges Augenmerk legen. Er erinnerte an das seit Dezember 2006 sehr gute Festnetz. Der schnelle Zugang via T-DSL ins Internet sei seitdem Dank seiner Initiative möglich. Für 2019 sei die Erneuerung im Sanitärbereich des Dorfgemeinschaftshauses geplant.
Für die gesangliche Umrahmung des Morgens sorgte die Singgruppe Eitzweiler unter der Leitung von Erich Jener. Das Ehepaar Heidemarie und Gerd Gelzleichter wusste mit dem Sketch „Die zwei Putzfrauen Emma und Marie machen Pause“ zu gefallen. Das traditionelle Ratespiel, das sich dieses Mal auf die Begradigung des Freisbaches bezog, gewannen Bernd Weynand, Friedrich Gottier und Wendelin Zeyer. Einen schönen Morgen voller Muse und Geborgenheit schlossen die Teilnehmer bei einem eingehenden Gedanken- und Meinungsaustausch ab.

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