Die saarländische Landesverwaltung hinkt beim Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) im bundesweiten Vergleich hinterher. Dies kritisiert die CDU-Landtagsfraktion und fordert ein strategisches Programm für vertrauenswürdige KI in den Behörden.
„Während andere Bundesländer längst vertrauenswürdige KI nutzen, um Verwaltungsprozesse effizienter zu gestalten, bleibt das Saarland zurück“, bemängelt der CDU-Landtagsabgeordnete Sebastian Schorr. Die von der Vorgängerregierung eingeleitete Digitalisierungsoffensive stocke, da die SPD bislang kein Konzept vorgelegt habe.
Dabei zeigten Beispiele aus anderen Bundesländern, wie KI-gestützte Systeme Verwaltungsabläufe beschleunigen und Personal entlasten könnten. Digitale Assistenten für Bürgeranfragen, automatische Dokumentenanalyse oder intelligente Postverteilung seien nur einige der Möglichkeiten.
Bemerkenswert sei zudem, dass saarländische Kommunen über den Zweckverband eGo-Saar bereits KI-Pilotprojekte durchführen und damit innovativer als die Landesregierung agieren.
Schorr betont die Bedeutung der wissenschaftlichen Expertise im Saarland: „Gerade in einem Land, in dem es geballte wissenschaftliche Kompetenzen gibt, etwa mit dem DFKI und dem CISPA, wäre es sträflich, diesen Mehrwert für eine Nutzung vertrauenswürdiger KI ungenutzt zu lassen.“



