Die Gemeinde Tholey hat die nächsten Schritte zur Errichtung eines neuen Feuerwehrgerätehauses für den Löschbezirk Bohnental eingeleitet. Nach einem einstimmigen Ratsbeschluss Ende 2025 wird der Standort in der sogenannten „Sawwelkaul“ – zwischen Neipel, Lindscheid und Scheuern – nun planerisch vorbereitet.
Bereits im Jahr 2024 hatten sich die drei Löschbezirke Scheuern-Neipel, Überroth-Niederhofen und Lindscheid zum Löschbezirk Bohnental zusammengeschlossen. Mit dem Neubau soll diese Struktur langfristig gestärkt werden. Bürgermeister Andreas Maldener betont: „Der Zusammenschluss war eine bewusste und zukunftsorientierte Entscheidung. Jetzt schaffen wir die passende Infrastruktur dafür.“
Die Standortwahl erfolgte auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie, die ein externes Planungsbüro erstellt hat. Sie bewertete den Platz als geeignet hinsichtlich Erreichbarkeit, Flächenbedarf und Funktionalität. Auch wurde entschieden, auf ein zweigeschossiges Gebäude zu verzichten. Stattdessen wird ein eingeschossiger Bau angestrebt, um Kosten zu senken und den Betrieb wirtschaftlich zu gestalten.
Der Bau soll in zwei Abschnitten erfolgen: Zuerst wird die Fahrzeughalle errichtet, um den Betrieb aufzunehmen, später folgen Sozial- und Funktionsräume. Die Planungen umfassen zudem Optionen zur Erweiterung, moderne technische Standards sowie den Einsatz erneuerbarer Energien.
Mit dem Projekt ist auch eine Änderung des Flächennutzungsplans sowie die Aufstellung eines Bebauungsplans verbunden. Die vorgesehene Fläche umfasst rund 2.960 Quadratmeter. Der Gemeinderat beauftragte den Bürgermeister, die Verhandlungen zum Grunderwerb aufzunehmen und das Bauleitplanverfahren zu starten.
„Unser Ziel ist es, bis Ende 2026 Baurecht zu schaffen“, so Maldener. Wenn die Verfahren zügig verlaufen und die neue Atemschutzwerkstatt in Hasborn-Dautweiler wie geplant fertiggestellt wird, könnte der Bau 2027 beginnen.
Bis dahin bleibt der Löschbezirk Bohnental an den bisherigen Standorten einsatzbereit. Zusätzlich ist die Beschaffung eines neuen Einsatzfahrzeugs in Planung. Maldener hebt hervor: „Das neue Gerätehaus wird nicht nur funktional sein, sondern auch ein Zeichen für den erfolgreichen Zusammenhalt über Ortsgrenzen hinweg.“



