Am Sonntag, dem 4. Oktober 2026, treten um 17 Uhr vier Organisten im Bliestaldom „St. Remigius“ in Bliesen auf. Das Besondere: Hans Jakob Trost (Jahrgang 1950), Michael Klein (Jahrgang 1965), Christoph Demuth (Jahrgang 1972) und Matthias Demuth (Jahrgang 2002) spielen nacheinander auf ein und demselben Instrument – jeder mit eigener musikalischer Handschrift und eigenen Vorstellungen von Klang und Registrierung. Das Programm umfasst Werke aus verschiedenen Jahrhunderten, von festlich-majestätisch über virtuos bis hin zu fein und nachdenklich.
Alle vier Musiker verbindet eine besondere Geschichte mit der Bliesener Kirchenmusik. Hans Jakob Trost war bis 2016 hauptamtlicher Kirchenmusiker der Pfarrgemeinde, sein Nachfolger Michael Klein übt dieses Amt bis heute aus. Für Christoph und Matthias Demuth hat die Orgel eine ganz persönliche Bedeutung: Vater und Sohn haben an diesem Instrument das Orgelspiel erlernt und hier ihre Begeisterung für die Kirchenmusik entdeckt.
Auch die Orgel selbst steht im Mittelpunkt des Abends. Die erste Orgel des 1903/04 erbauten Bliestaldoms wurde 1908 von der Saarlouiser Werkstatt Mamert Hock errichtet und in den folgenden Jahrzehnten mehrfach umgebaut und erweitert. 1986 entschied sich die Pfarrgemeinde für einen Neubau durch die Firma Mayer aus Heusweiler. Das heutige Instrument verfügt über 30 Register und 1.983 Pfeifen, wobei ein Teil davon noch aus der historischen Vorgängerorgel von 1908 stammt.
Im Spätherbst 2025 begann eine umfassende Überarbeitung durch den französischen Orgelbauer Patrick Akroud von der Firma „Manufacture d’Orgue Voix céleste“ aus Boulay. Sämtliche Pfeifen wurden vollständig ausgebaut und gereinigt, alle Verschleißerscheinungen behoben und das Instrument anschließend neu intoniert. Rechtzeitig zu Ostern 2026 waren die Arbeiten abgeschlossen. Die Wiedereinweihung fand im Rahmen einer festlichen Vesper am Palmsonntag statt. Seitdem präsentiert sich die Orgel technisch zuverlässig und klanglich in neuer Frische.
Der Eintritt zum Konzert ist frei. Freiwillige Spenden werden erbeten.




