Blick nach Indien: Indienhilfe Obere Nahe e.V. hilft mit 30.000 Euro

Im Bild von links: Michael Dietz (Bosen), Pater Agnel, Pater Franklin, Dominik Werle (Hoppstädten-W.) / Bild: Vereinsfoto

Der Rück- und Ausblick der Indienhilfe Obere Nahe e.V. ist vor allem optimistisch geprägt. Sie danken den langjährigen Unterstützern und neuen Spendern von Herzen, dass Sie ihnen auch in dieser schwierigen Zeit der Corona-Pandemie die Treue gehalten haben bzw. auch dem Spendenaufrufen folgten. Sie werden wir auch in Zukunft unzählige Kinder in Indien aus bitterster Armut befreien und so für ein besseres Leben für viele Kinder sorgen. Wenn man derzeit nach Indien blickt, besteht jedoch kein Grund für Optimismus. Die Infektionszahlen steigen weiterhin rasant. Schätzungsweise über 130 Millionen Inder sind bereits infiziert, täglich kommen tausende Neuinfizierte hinzu. Hygiene und Abstandsregeln lassen sich gerade unter den Ärmsten der Armen kaum durchsetzen. Die Angst vor dem Virus und dem täglichen Hunger werden auch in Bhopal immer größer.

Die Indienhilfe Obere Nahe e.V. steht telefonisch und per E-Mail in engem Kontakt mit Pater Franklin und Pater Agnel. Wie sehr Franklin´s Kinder auf die sichere Unterstützung aus Deutschland angewiesen sind, zeigte auch die Corona-Pandemie überdeutlich. Staatlich gab es landesweite Ausgangssperren, die sofortige Schulschließung im Frühjahr, Millionen hungernde Menschen und Plünderungen. Die Selbstmordrate stieg rapide. In wenigen Tagen geriet alles aus den Fugen, was Pater Franklin in über 40 Jahren aufgebaut hatte.



Zwar kehren langsam erste Klassen wieder für Stunden in die Schulgebäude in Bhopal zurück, wie uns die vor Kurzem geschickten Bilder unserer Partner-Schule Prakash Vidhyalaya Higher Secondary School zeigen, doch die Öffnung gilt nur für die Schüler, die nachmittags wieder nach Hause gehen und nicht auf dem Schulgelände schlafen. Die 3 Hostels vor Ort, wo bis zu 800 Jungen und Mädchen im Alter von 3 bis 16 Jahren schlafen, essen und auf die weiterführende Schule vorbereitet werden,
können ihren Betrieb weiterhin nicht aufnehmen.

In diesem Jahr konnte der Verein stolze 30.000 Euro nach Indien schicken. Die Indienhilfe Obere Nahe e.V. möchten dann auch zeitnah in 2021 mit Spendengeldern helfen, um die Rückkehr der Hostelkinder zu ermöglichen. Pater Franklin hat auch vereinbart, dass die Lehrer, das Küchenpersonal und Helfer für die Felder und Büffel aktuell die Hälfte ihres Lohnes erhalten. Das ist zwar wenig, reicht aber zum Überleben.

Angesichts der schwierigen Lage muss in diesem Jahr auch von einer liebgewonnenen Tradition Abstand nehmen: Franklin´s Weihnachtsgrußkarten aus Indien. Die Fertigstellung und der Versand ist jedes Jahr mit viel Aufwand und Unterstützung der Hostelkinder verbunden. Dies betrübt den Verein und die Pilar Fathers, denn jene Karten aus Indien waren auch immer Ausdruck des tiefempfundenen Danks.

Vielleicht ist „Danke“ jedoch auch kein Wort, das unbedingt in einer Karte stehen muss. Es ist eher ein Gefühl voller Nähe, voller Verbundenheit und Anerkennung. Der Verein ist glücklich, dass es so viele Menschen im St. Wendeler Land und im Birkenfelder Land gibt, die sich für andere einsetzen, die teilen und daran mitwirken, dass unsere Welt in kleinen Schritten immer besser wird.

Mit diesem Gedanken wünscht der Verein Ihnen eine gute Weihnachtszeit. Genießen Sie die kleinen Dinge, bleiben Sie gesund und kommen Sie gut in ein neues und hoffnungsvolles Jahr 2021.

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