Zum Weltwassertag am 22. März hebt der Entsorgungsverband Saar die Bedeutung einer funktionierenden Abwasserinfrastruktur für den Schutz der Gewässer hervor. Gleichzeitig ruft der Verband die Bevölkerung dazu auf, selbst einen Beitrag zu leisten.
Im Saarland sorgen 136 Kläranlagen dafür, dass täglich Abwasser aus Haushalten und Gewerbe gereinigt wird. Erst nach einer umfassenden Aufbereitung gelangt das Wasser zurück in Bäche und Flüsse. Damit leisten die Anlagen einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Umwelt, Artenvielfalt und Lebensqualität.
Der EVS weist jedoch darauf hin, dass die Technik auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen ist. Besonders problematisch seien falsch entsorgte Abfälle über die Toilette. Hygieneartikel wie Feuchttücher könnten Pumpen blockieren und kostspielige Schäden verursachen. Auch Medikamente, Chemikalien, Fette oder Farben beeinträchtigten die Reinigungsprozesse und könnten in die Gewässer gelangen.
Der Verband empfiehlt daher, Abfälle grundsätzlich über die Restmülltonne zu entsorgen. Medikamente sollten ebenfalls dort abgegeben werden, während Chemikalien über spezielle Angebote wie das Ökomobil entsorgt werden können.
Neben dem laufenden Betrieb investiert der EVS kontinuierlich in die Modernisierung seiner Anlagen. Viele Kläranlagen erzeugen inzwischen auch selbst Energie und tragen so zu einer nachhaltigen Ressourcenbewirtschaftung bei.
Mit insgesamt 293 Pumpwerken, 625 Regenüberlaufbecken und Staukanälen sowie einem 1.100 Kilometer langen Hauptsammler-Netz betreibt der EVS eine umfangreiche Infrastruktur. Allein im Jahr 2024 wurden rund 213 Millionen Kubikmeter Abwasser behandelt.
Der Weltwassertag erinnere daran, dass der Schutz von Wasser eine gemeinsame Aufgabe sei. Der EVS appelliert daher an einen verantwortungsvollen Umgang mit Abwasser und Gewässern.



