Die Kreisstadt St. Wendel hat ihren kommunalen Wärmeplan fertiggestellt. Das Dokument zeigt auf, wie die Stadt bis zum Jahr 2045 eine klimaneutrale Wärmeversorgung erreichen will. Bürger und Unternehmen können den Bericht ab sofort auf der städtischen Webseite herunterladen und bis zum 24. April 2026 Stellungnahmen abgeben.
Das Bundeswärmeplanungsgesetz verpflichtet Städte mit weniger als 100.000 Einwohnern, bis zum 30. Juni 2028 einen solchen Plan vorzulegen. St. Wendel erfüllt diese Auflage damit deutlich früher als vorgeschrieben. Die Stadt hat für das Projekt eine Vollfinanzierung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz erhalten.
Der Wärmeplan gliedert sich in vier Bereiche: Zunächst analysiert er den aktuellen Wärmebedarf und die bestehende Versorgungsstruktur. Darauf aufbauend werden Einsparpotenziale und verfügbare erneuerbare Energiequellen ermittelt. In einem dritten Schritt entwickelt der Plan ein Zukunftsszenario mit konkreten Zwischenzielen für die Jahre 2030, 2035 und 2040. Abschließend enthält das Dokument eine detaillierte Strategie mit Maßnahmen und Zeitplänen für die Umsetzung.
Interessierte Bürger können ihre Anregungen per E-Mail an waermeplanung@sankt-wendel.de oder telefonisch unter 06851 809 1601 einreichen. Die Stadt plant zudem eine öffentliche Informationsveranstaltung zur Vorstellung des Wärmeplans. Das beauftragte Fachunternehmen Hansa Luftbild Mobile Mapping hat die Planung gemeinsam mit der Stadtverwaltung erarbeitet.
Der kommunale Wärmeplan soll Hauseigentümern und Unternehmen als Orientierungshilfe für künftige Heizungsentscheidungen dienen. Er zeigt auf, welche Stadtgebiete sich für Wärmenetze eignen und wo Einzelversorgungen wie Wärmepumpen sinnvoller sind. Die Planung wird nach Projektabschluss regelmäßig aktualisiert und an neue Entwicklungen angepasst.



