Bürgermeister Maldener führt 16-köpfige Gruppe nach Südamerika – Partnerschaft wird mit Baumpflanzung bekräftigt

Eine 16-köpfige Delegation aus der Gemeinde Tholey hat sechs emotionale Tage in der brasilianischen Partnergemeinde Alto Feliz verbracht. Unter Leitung von Bürgermeister Andreas Maldener reiste die Gruppe nach Südamerika, um die seit 2018 bestehende Städtepartnerschaft mit Leben zu füllen. Die elftägige Reise führte die Saarländer neben Alto Feliz auch nach Rio de Janeiro und São Paulo.

Bereits am Flughafen Salgado Filho in Porto Alegre empfingen Banner, Flaggen und zahlreiche Menschen die deutschen Gäste. In Alto Feliz warteten Vertreter der Stadtverwaltung und Gastfamilien am Rathaus auf die Delegation. Die Tholeyer wohnten während ihres Aufenthalts bei einheimischen Familien, wodurch aus offiziellen Treffen schnell persönliche Begegnungen wurden.

Ein symbolträchtiger Moment ereignete sich beim gemeinsamen Pflanzen eines Baumes. Die Bürgermeister Robes Schneider und Andreas Maldener setzten zusammen mit Vizebürgermeister Douglas Schneider ein Zeichen für die wachsende Freundschaft. „Der Baum soll für eine Freundschaft stehen, die weiterwachsen und tiefe Wurzeln schlagen soll – in Brasilien ebenso wie in Deutschland“, erklärten die Kommunalpolitiker. Gleichzeitig erneuerten beide Gemeinden ihre Partnerschaftsurkunde.

„Städtepartnerschaften leben vor allem von den Menschen, die sie tragen“, sagte Maldener zum Abschluss der Reise. „Für uns als Delegation sind elf unvergessliche Tage in Südamerika zu Ende gegangen. Wir nehmen unzählige Eindrücke mit nach Hause – von der Vielfalt dieses faszinierenden Landes, von Herausforderungen und großen Chancen, vor allem aber von Herzlichkeit, Offenheit und echter Freundschaft.“

Das umfangreiche Programm spiegelte die gemeinsamen deutschen Wurzeln wider. Die Delegation besuchte die Evangelische Kirche, lokale Friedhöfe und machte einen Rundgang durch den Ort, bei dem immer wieder Fachwerkhäuser zu sehen waren. Im Casa do Moinho, einem restaurierten Fachwerkhaus, wurden die Gäste mit Musik und regionalen Spezialitäten empfangen. Dom Jacinto Bergmann, der aus Alto Feliz stammende Erzbischof von Pelotas, dessen Vorfahren aus dem heutigen Saarland ausgewandert waren, begrüßte die Gruppe persönlich.

Die Reise führte auch nach Nova Petrópolis in den Park „Aldeia do Imigrante“, der die Geschichte deutscher Siedler dokumentiert. In der Nachbargemeinde Feliz, die eine Partnerschaft mit Nohfelden unterhält, berichtete Bürgermeister Junior Freiberger von den schweren Hochwasserschäden des Jahres 2024. Naturerlebnisse boten der Wasserfall im „Sítio Paraíso na Terra“ und ein Besuch im Weingut „Don Guerino“.

Einblicke in den Alltag erhielt die Delegation durch Besuche in Schulen, Kindergärten, dem Krankenhaus und im Rathaus. Den emotionalen Höhepunkt bildete ein Abschlussfest mit traditionellem Churrasco, Musik und Tanz. In São Paulo traf die Gruppe später Kardinal Odilo Scherer, dessen familiäre Wurzeln ebenfalls nach Tholey reichen. Er unterzeichnete gemeinsam mit Erzbischof Bergmann in der Kathedrale die aktualisierte Partnerschaftsurkunde.

„Wir haben uns 12.000 Kilometer entfernt von zu Hause wie in einer Heimat gefühlt – denn wir teilen nicht nur eine gemeinsame Sprache, sondern auch eine Geschichte, Traditionen und Kultur“, fasste Maldener zusammen. Die Verbindung zwischen beiden Gemeinden geht auf das 19. Jahrhundert zurück, als zahlreiche Menschen aus dem Schaumberger Land nach Südbrasilien auswanderten. Über 80 Prozent der Bevölkerung von Alto Feliz haben heute deutsche Vorfahren.

Die brasilianische Partnergemeinde kündigte bereits an, die Einladung Maldeners anzunehmen und in den kommenden Jahren einen Gegenbesuch im Saarland zu planen. Die Partnerschaft war am 10. Juni 2018 auf dem Schaumberg offiziell besiegelt worden.

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