Tholey erhält fünf öffentliche Defibrillatoren für bessere Notfallversorgung

Foto: Gemeinde Tholey/Jeremy Bottländer

Die Gemeinde Tholey hat vom Rotary Club St. Wendel den ersten von fünf öffentlich zugänglichen Defibrillatoren erhalten. Bürgermeister Andreas Maldener nahm das Gerät von Rotary-Präsident Bernhard Kronenberger und Projektleiter Martin Backes entgegen. Diese Übergabe markiert den Beginn eines Pilotprojekts zur Verbesserung der Notfallversorgung im gesamten Landkreis St. Wendel.

Die neuen Geräte werden in speziellen Allwetterboxen untergebracht, die mit automatischen Heiz- und Kühlfunktionen ausgestattet sind. Dadurch bleiben die Defibrillatoren bei allen Witterungsbedingungen einsatzfähig und sind rund um die Uhr zugänglich. Dies unterscheidet sie von bereits vorhandenen Geräten in Sporthallen oder anderen geschlossenen Räumen.

„Im Notfall entscheiden oft wenige Minuten über Leben und Tod. Mit einem jederzeit zugänglichen Defibrillator erhöhen wir die Chancen auf schnelle Hilfe erheblich. Ich danke dem Rotary Club St. Wendel für dieses große Engagement zugunsten der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger“, erklärte Bürgermeister Maldener. Die Gemeinde plant, über die fünf gespendeten Geräte hinaus weitere Defibrillatoren aus eigenen Mitteln zu beschaffen, um alle Ortsteile zu versorgen.

Das Projekt reagiert auf die hohe Zahl plötzlicher Herztodesfälle in Deutschland. Bei einem Herzstillstand sinken die Überlebenschancen mit jeder Minute ohne Hilfe drastisch. Die öffentlich zugänglichen Defibrillatoren ermöglichen es auch medizinischen Laien, im Ernstfall schnell einzugreifen.

„Wir möchten mit diesem Projekt Leben retten und gleichzeitig das Bewusstsein für schnelle Hilfe im Ernstfall stärken“, betonte Rotary-Präsident Kronenberger bei der Übergabe.

An der Pilotphase beteiligen sich neben Tholey auch die Gemeinde Marpingen und die Stadt St. Wendel. Marpingen erhält vier Geräte, die Verteilung richtet sich nach der Einwohnerzahl. Alle drei Kommunen haben ihre Unterstützung für das Projekt zugesagt.

Der DRK-Kreisverband wird begleitende Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung anbieten. Außerdem ist die Erstellung eines Verzeichnisses und einer digitalen Karte mit allen Defibrillator-Standorten geplant, damit diese im Notfall schnell gefunden werden können.

Das langfristige Ziel sieht vor, pro angefangene 3.000 Einwohner einen Defibrillator bereitzustellen. Für den gesamten Landkreis St. Wendel bedeutet dies die Installation von etwa 34 Geräten. Nach erfolgreichem Abschluss der Pilotphase soll das Projekt auf alle Kommunen im Landkreis ausgeweitet werden.

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