Am 4. Februar fand zum 26. Mal der internationale Weltkrebstag statt. Gesundheitsminister Magnus Jung nutzte diesen Anlass, um die saarländische Bevölkerung zur Teilnahme an Krebsvorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen aufzurufen. Der Aktionstag soll die Bekämpfung von Krebserkrankungen durch Prävention, Früherkennung und Behandlung stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.
„Etwa 4 von 10 Männern und Frauen müssen damit rechnen, dass bei ihnen bis zum Alter von 75 Jahren eine Tumorerkrankung festgestellt wird. Mit einer gesundheitsbewussten Lebensweise und durch Teilnahme an angebotenen Krebsvorsorge- und -früherkennungsuntersuchungen können das individuelle Risiko und mögliche Folgen einer Krebserkrankung entscheidend verringert werden“, erklärte Jung. Die Zahlen für das Saarland unterstreichen die Dringlichkeit: 2023 erkrankten rund 7.400 Menschen an bösartigen Tumoren, 3.100 Personen starben an den Folgen einer Krebserkrankung. Zusätzlich wurden bei etwa 2.800 Saarländern Hautkrebserkrankungen diagnostiziert.
Laut Expertenschätzungen könnten 30 bis 50 Prozent aller Krebserkrankungen durch einen gesünderen Lebensstil verhindert werden. Zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen zählen der Verzicht auf Tabak, regelmäßige körperliche Aktivität, ein normales Körpergewicht sowie eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Auch der maßvolle Umgang mit Alkohol und der Schutz vor übermäßiger Sonneneinstrahlung senken das Krebsrisiko erheblich.
Die häufigsten Krebsarten im Saarland waren 2023 das Prostatakarzinom bei Männern (1.082 Fälle), Brustkrebs bei Frauen (990 Fälle) und Lungenkrebs (964 Fälle). Auch Dick- und Enddarmkrebs (784 Fälle), das Maligne Melanom (309 Fälle), Bauchspeicheldrüsenkrebs (291 Fälle), Harnblasenkrebs (275 Fälle) und Lymphdrüsenkrebs (252 Fälle) wurden häufig diagnostiziert. Etwa 19 Prozent aller Tumorerkrankungen traten bei Menschen unter 60 Jahren auf.
„Informieren Sie sich über die für Sie angebotenen Krebsvorsorge- und -früherkennungsuntersuchungen und vereinbaren Sie einen Termin für Ihre Krebsvorsorge mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Werden Sie aktiv und senken Sie zusammen mit einer gesunden Lebensweise ihr persönliches Krebsrisiko“, appellierte Jung an die Bevölkerung. Eine Übersicht der verfügbaren Krebsfrüherkennungsuntersuchungen stellt die Deutsche Krebshilfe zur Verfügung. Die Daten stammen vom Krebsregister Saarland.





