Nach mehr als einem halben Jahrhundert im Dienst der Kirche beendete Hans-Werner Luther seine Tätigkeit als Küster der Basilika St. Wendelin. Am zweiten Sonntag im Jahreskreis verabschiedete die Gemeinde den 52 Jahre lang tätigen Kirchendiener während des Hochamtes in den Ruhestand.
Gesundheitliche Gründe führten dazu, dass Luther zum 31. Dezember 2025 seine langjährige Tätigkeit aufgab. Dekan Klaus Leist würdigte während der Verabschiedung die außergewöhnliche Dienstzeit des Küsters, der sowohl die Basilika St. Wendelin als auch die Wendelskapelle betreute. Trotz Luthers ausdrücklichem Wunsch nach einer schlichten Verabschiedung fand die Würdigung im öffentlichen Rahmen des Gottesdienstes statt.
Der Dekan betonte, dass Luther die beiden Gotteshäuser nicht nur verwaltete, sondern sie „geistig, geistlich, seelisch und körperlich“ bewohnte. Seine Eigenschaften wie Treue, Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft hoben sich besonders hervor. Leist dankte auch Luthers Ehefrau Monika sowie den Kindern Martina, Bärbel und Susanne mit ihren Familien für die jahrzehntelange Unterstützung.
Als Anerkennung erhielt der scheidende Küster ein von Hans Trost gemaltes Bild der Basilika mit Pfarrhaus, das seine 52-jährige Tätigkeit als Küster und 38 Jahre als Sekretär der Pfarreien St. Wendelin und Urweiler dokumentiert. Zusätzlich bekam er eine private Führung durch die Statio „Dominus mundi“ in Wustweiler mit anschließendem Abendessen sowie eine Spende der Kirchengemeinde für die Sanierung der Wendelskapelle.
Petra Eckert, ehemalige Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, erinnerte sich an ihre Kindheit und die enge Verbindung zwischen Luther und der Basilika. Sie sprach stellvertretend für alle früheren Ratsmitglieder ihren Dank aus.
Luther selbst ergriff zum Abschluss das Wort und erklärte, sein Dienst sei Ausdruck seiner persönlichen Glaubensüberzeugung gewesen. Er habe seine Aufgabe sowohl an guten als auch an schwierigen Tagen mit Freude erfüllt. Als Leitgedanken seiner Arbeit nannte er eine Zeile aus dem Eingangslied des Gottesdienstes: „Mein ganzes Herz erhebet dich; vor dir will ich mein Loblied singen und will in deinem Heiligtum, Herr, dir zum Ruhm mein Opfer bringen.“
Die Gemeinde verabschiedete ihren langjährigen Küster mit anhaltendem Applaus. Weitere Informationen sind auf der Internetseite der Pfarrgemeinde unter www.pg-wnd.de verfügbar.



