
Ein vergängliches Naturphänomen, festgehalten in 45 Bildern (davon 30 ausgestellt), kann man ab sofort im höchsten Ausstellungsort des Saarlandes, dem Schaumbergturm in Tholey, bewundern. Die Austellung „Eispfützen“ von Hermann Backes wurde am vergangenen Sonntageröffnet und ist noch bis zum 17. April zu sehen. Momentan kann man sich die Abbildungen immer sonntags von 11 bis 17 Uhr ansehen und ab dem 16. März täglich von 10 bis 18 Uhr. Die Fotos sind bei einem spontanen Spaziergang mit Freunden am Wochenende entstanden und zeigen spektakuläre Eispfützen, die mehr an Aufnahmen aus einer anderen Welt erinnern, als an gefrorenes Wasser. Entstanden sind die Fotos am Onkelsberg, auf der Lindscheider Höhe.
Der Fotograf, der als Kunsterzieher am Cusanus Gymnasium arbeitete und sich künstlerisch in vielen Bereichen betätigt, wie auch der Kalligraphie und dem Zeichnen, schafft es den gesamten Ausstellungsraum mit Kunst zu füllen, indem er ein Erlebnis auf drei Ebenen konzipiert. Auf Augenhöhe blickt man auf die gerahmten Bilder, von der Decke hängen poetische Anlehnungen an das gezeigte Naturschauspiel und am Boden befinden sich zusätzlich aufgeklebte Eispfützen.
Hermann Backes erfuhr literarische Unterstützung vom bekannten Lyriker Johannes Kühn und von seinem Schwager Volker Munkes. Beide stellten ihre eigens zur Fotoserie verfassten Gedichte vor und trugen so zu einer gelungenen Austellung bei.
Backes merkte noch begeistert an, wie froh er sei, dass er dieses Naturschauspiel einfangen konnte. Bereits zwei Tage später sei er erneut an den Aufnahmeort gegangen und die Eispfützen seien bereits verschwunden gewesen. Backes selbst bezeichnete seine Bilder als ein Geschenk, das ihm zugefallen sei.





