eGo-Saar führt europäische KI-Lösung in 28 Verwaltungen ein

von links: Christophe Boutter (Geschäftsführung eGo-Saar) und Jonas Andrulis (CEO Aleph Alpha) bei der Auftaktveranstaltung für die saarländischen Pilotkommunen. Bildnachweis: Zweckverband eGo-Saar

Der Zweckverband eGo-Saar startet ein bundesweit einzigartiges Pilotprojekt: Ab dem 1. Juni 2024 setzen 28 saarländische Kommunen den „Pharia Government Assistant“ ein – einen KI-Assistenten, der speziell für Behörden entwickelt wurde. Das Besondere: Die teilnehmenden Verwaltungen gehören zu den ersten in Deutschland, die diese Technologie im Arbeitsalltag nutzen.

Über 350 Verwaltungsmitarbeiter werden in der dreimonatigen Testphase von dem System bei Recherchen, Textverarbeitung, Übersetzungen und Dokumentenanalysen unterstützt. Das Kick-Off-Meeting fand unter Beteiligung von Aleph Alpha CEO Jonas Andrulis statt.

Die neue KI-Lösung wurde von Aleph Alpha und dem GovTech Campus entwickelt und erfüllt höchste Sicherheitsstandards: Sie ist BSI-zertifiziert, DSGVO-konform und läuft ausschließlich über deutsche Server. Ein unbeabsichtigtes Lernen der KI ist ausgeschlossen, alle Nutzerdaten bleiben im System. Der Assistant beherrscht unter anderem Dokumentenanalysen mit Quellverweisen und Übersetzungen in 40 Sprachen.

„Mit dem KI-Assistenten stellen wir den saarländischen Kommunen ein leistungsstarkes Werkzeug zur Seite, das sie konkret im Verwaltungsalltag entlastet“, erklärt eGo-Saar Geschäftsführer Stephan Thul. „Unser Anspruch ist es, Künstliche Intelligenz dort einzusetzen, wo sie echten Mehrwert bringt – sicher, transparent und praxisnah.“

Parallel entwickelt eGo-Saar zwei weitere KI-Projekte: Einen mehrsprachigen Chatbot für kommunale Websites, der in den Gemeinden Wadgassen und Gersheim getestet wird, sowie ein KI-gestütztes Straßenmanagementsystem. Letzteres soll in 23 Kommunen Straßenschäden frühzeitig erkennen und wird vom Land gefördert.

„Wir wollen den Weg in die digitale Zukunft gemeinsam gestalten – sicher, verantwortungsvoll und mit echtem Mehrwert für Bürgerinnen, Bürger und Verwaltung“, betont eGo-Saar Geschäftsführer Christophe Boutter. Die Erfahrungen aus den Pilotprojekten sollen später allen Mitgliedskommunen zugutekommen.

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