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10 Fragen an… Gerd Bonenberger, Club-Berater des Saarländischen Fußballverbandes

Der Club-Berater des Saarländischen Fußballverbandes über Herausforderungen, Best-Practice-Beispiele und die besondere Würze seines Lebens im Ehrenamt (Foto: privat)

In dieser Serie stellen wir Ehrenamtler/Vereinsvorsitzende aus dem St. Wendeler Land vor, die uns davon berichten, was ihr Leben/ihre Arbeit im Landkreis so besonders macht, bzw. was für sie das Besondere am St. Wendeler Land ist. Heute sprechen wir mit Gerd Bonenberger, dem Club-Berater des Saarländischen Fußballverbandes.

 

wndn.de: Stellen Sie sich vor!

Gerd Bonenberger: Mein Name ist Gerd Bonenberger, 56 Jahre, im Informatikbereich der Bundeswehr tätig, Hobbys sind Kochen, mein Hund, mein Wald und eben Fußball.

Wie sieht ein typischer Tag in Ihrem Leben aus?

Natürlich steht die tägliche Arbeit im Vordergrund. Da sind auch schon mal mehrere Dienstreisen in die benachbarten Liegenschaften im Saarland und Rheinland- Pfalz  angesagt. Ruhe und Entspannung bekomme ich zuhause, dann erst kommt das Hobby.

Wie würden Sie Ihre Tätigkeit als Club-Berater des Saarländischen Fußballverbandes beschreiben?

Der Club-Berater ist zum einen Kümmerer  und Zuhörer. Er ist Problemlöser (sofern möglich). Beratung/Sofort-Hilfe, dort wo schnell gehandelt werden muss.

Er gibt neue Informationen vom DFB/SFV an die Vereine weiter, hilft bei Serviceangeboten des LSVS  und den Dachverbänden. Er ist Netzwerker- Kommuniziert das Zusammenspiel zwischen Vereinen und Verband. Er koordiniert Anfragen bei kreisübergreifenden bzw. vereinsindividuellen Serviceangeboten.

Warum engagieren Sie sich gerade beim SFV?

Der DFB hat in allen Verbänden den Clubberater ins Leben gerufen, damit dieser als Bindeglied zwischen den  Vereinen mit ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern und des Verbandes bzw.  DFB, unterwegs sein wird. Der  Präsidenten des SFV fragte mich, ob ich diese Tätigkeit übernehmen könnte.

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen für Vereine?

Zu geringes ehrenamtliches Engagement ist für viele Amateurvereine das größte Problem. Zusätzlich gibt es Probleme in der Mitgliedergewinnung bzw.-bindung, aber auch die finanzielle Situation und die Digitalisierung stellt viele Vereine vor eine große Herausforderung.

Wie schafft man als Ehrenamtler die vielfältigen Aufgaben in Ihrem Verein?

Mit Spaß und Lust am Ehrenamt mit im Verein zu arbeiten. Das ist für mich das wichtigste. Eines ist klar: Die Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Probleme in den Vereinen sind unterschiedlich. Ich war schon bei einem Verein, da gibt es 20 Vorstandsmitglieder und 30 freiwillige Helfer. Die arbeiten nur in Arbeitskreisen und jeder bekommt seine Hausaufgaben. Alles läuft prima. Es gibt aber auch Vorstände, da regiert der Vorsitzende alleine, die restlichen Ehrenamt`ler nicken nur ab. Der Verein und besonders die Mitglieder sind hier gefragt, was passt eher zu seinem Verein. Ich als Club-Berater kann hier mit meiner Erfahrungen die Vereine unterstützen

Das gute dabei ist, dass ich bei einem Vor-Ort-Gespräch viele „Best-Practice-Beispiele“ von anderen Vereinen zeigen und erklären kann.

Was mögen Sie besonders am St. Wendeler Land?

Das ist unterschiedlich. Zum einen die tolle Landschaft mit dem Bostalsee und unserer Freisener Höhe, zum anderen die verschiedenen Dörfer, die alle einen gewissen Charme besitzen. Als Club-Berater freut mich, dass wir viele Fußballvereine haben, die noch aktive Mannschaften und Jugendmannschaften bereitstellen.

Was würden Sie gerne für Vereine verbessern?

Der DFB hat ja mit dem neuen Club-Berater schon einen guten Kommunikationsweg mit den Vereinen geschaffen. Nun liegt es an den Vereinen, ob sie diese kostenlosen Gespräche wollen. Wenn ich den Vereinen helfe, dann nicht, um etwas getan zu haben, sondern für mit dem Verein und dessen Mitglieder positives Ergebnis zu gestalten.

Was ist Ihr Lieblingsort/Geheimtipp im St. Wendeler Land?

Ganz klar die „Freisener Höhe“. Diese Aussicht auf das St.Wendeler Land und die Ruhe, dazu noch schöne Wanderwege. Sehr zu empfehlen!

Was gibt Ihrem Leben die besondere Würze?

Meine Familie,  Kinder. Es ist schön, wenn ich sie um mich habe. In Sachen Fußball klappt das toll. Mein Sohn spielt Fußball und da gehe ich ja gerne schauen und meine Tochter ist der ideale „Fußballfachmann“ im Hintergrund.

Wie würden Sie die „St. Wendeler Land Mentalität“ beschreiben?

Als früherer Ortsvorsteher kann ich nur sagen, dass die enge menschliche Beziehungen, das tolle Miteinander und die Bereitschaft zum Ärmelhochkrempeln sehr gut ankommt. Als Club-Berater will ich diese Mentalität mit den Fußballvereinen weiter pflegen und ausbauen.

 

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