Hans Bollinger, der in Wörschweiler aufgewachsen ist, dem Hauptdomizil der saarländischen Nerother, wird am 11. Oktober um 19 Uhr im Hiwwelhaus im Marpinger Ortsteil Alsweiler sein neues Buch „Auf vielen Straßen dieser Welt“ vorstellen. Dabei wird er auch Lieder singen, deren Texte in seinem Buch abgedruckt sind, und Fotos seiner Reisen präsentieren.
Nach dem Erfolg seines Buchs „Unterwegs in Polen“ hat Hans Bollinger anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Nerother Wanderogels ein weiteres Buch im Spurbuch-Verlag geschrieben.
Hans Bollinger nutzte Ende der 1960er und zu Beginn der 1970er Jahre die Gelegenheit, mit Gruppen des Nerother Wandervogels abseits der ausgetretenen Pfade des aufkommenden Massentourismus Reisen zu unternehmen. Diese Fahrten waren legendär und heute nicht mehr so möglich. Nur mit einem Rucksack und einem Schlafsack ausgestattet, ohne Zelt, begab sich der Autor damals „auf Fahrt“ mit seinen Freunden, übernachtete wochenlang im Freien und trieb sich auf vielen Straßen herum, ganz der „Tippelei“ verschrieben.
Er fand an der Adria noch kilometerlange, menschenleere Strände, an denen heute ein Strandkorb neben dem anderen steht, begab sich auf die Spuren der Hohenstaufen, blickte am Kraterrand des Vulkans Stromboli in den brodelnden Schlund heißer Lava, lauschte in den Bergen Siziliens bei einer noch archaisch lebenden Familie den alten sizilianischen Weisen und erlebte auf all seinen Fahrten eine überschwängliche Gastfreundschaft.
Die Straße wurde seine Freundin, die ihn überall hinbrachte – bis in die entlegensten Winkel Spaniens, Italiens, Portugals, Griechenlands und Lapplands. Und immer dabei hatte er seine Gitarre und viele Lieder im Kopf, die er als Dank für die Gastfreundschaft sang und die die Herzen öffneten und Fremde zu Freunden machten.
Gitarre, Lieder und Lagerfeuer – das war der magische Dreiklang dieser Fahrten.





