Förderverein Dorfentwicklung und Smart Wendeler Land in Kooperation

„Zukunftsenergien“: Primstal gestaltet Wanderwege smart

Der Themenweg in Primstal verbindet in smarter Weise Wandern und die Information über erneuerbare Energien (Foto: Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land mbH)

Vergangenen Sonntag, den 04.06.2023, wurde ein Gemeinschaftsprojekt des Fördervereins Dorfentwicklung Primstal und des Smart Wendeler Landes feierlich eröffnet.

Der neue Themenwanderweg „Zukunftsenergien“ führt an verschiedenen Anlagen entlang, die Energie erzeugen. Mithilfe von QR-Codes an den Zwischenstationen können Besucherinnen und Besucher live verfolgen, wie viel Energie durch Wind, Wasser oder Sonne aktuell produziert wird oder bereits erzeugt wurde. Die Daten der verschiedenen Anlagen werden gesammelt und in Echtzeit visualisiert. Wanderlustige haben die Wahl zwischen einem 10,5 km langen oder einem kürzeren 4,5 km langen Rundweg. Der Weg befindet sich oberhalb des Naturbades Primstal, Am Schwimmbad 4, in 66620 Nonnweiler.

Durch das Scannen des QR-Codes erhält man die Informationen zur Energiegewinnung in Echtzeit (Foto: Wfg)

Zur Eröffnung versammelten sich das Team hinter dem Projekt, Kommunalpolitiker und Interessierte oberhalb des Naturbades Primstal, von wo aus man die moderne Wanderung starten kann.

(v.l.n.r.) Franz Josef Barth, Volker Becker, Martina Weiand und Philipp Reis eröffneten den Themenwanderweg „Zukunftsenergien“ Primstal (Foto: Laura Brill)

Bürgermeister der Gemeinde Nonnweiler, Franz Josef Barth, zeigte sich stolz über den Themenweg, der das Angebot an Wanderwegen in der Region sinnvoll ergänze. Da die acht Erzeugungsanlagen der drei Energieformen Wind, Sonne und Wasser in Primstal derart nah beieinander lägen, biete sich ein wie hier entstandener Weg an. Die Anlagen erzeugen im Jahr 29,1 Mio. KWh Strom, was einem Jahresverbrauch von 11.500 3-Personen-Haushalten und dem dreifachen Stromverbrauch der Primstaler Privathaushalte entspricht. Barth dankte im Zuge seiner Rede dem Ideengeber Volker Becker, der als „Macher und Antreiber“ hinter dem Projekt stand. Das nötige Know-How lieferte dann das Smart-City Team um Philipp Reis, das für die Entwicklung des Dashboards und der QR-Codes hinter den Infotafeln verantwortlich war. Ein letzter Dank des Bürgermeisters galt den Betreibern der Energieerzeugungsanlagen, die die Daten zur Energiegewinnung zur Verfügung stellen, was den Themenwanderweg so reizvoll macht. Je nach Wetterlage können die Wanderer so tagesaktuelle Zahlen und Informationen erhalten. So würde man laut Barth nach und nach das Verständnis für die Anlagen fördern und ein Gespür für deren Leistung entwickeln. Dadurch steige die Akzeptanz für und Information über erneuerbare Energien.

In Vertretung des Landrats hob die zweite Beigeordnete Martina Weiand die Bedeutung eines solchen Weges für den Landkreis hervor. Ein solches Projekt steigere die Wettbewerbsfähigkeit zu großen Ballungsräumen, was Weiand als großen Meilenstein beschreibt: „Die Wanderwege dienen also nicht nur der Erholung, sondern vermitteln auch interessante Informationen über die Erzeugung von erneuerbaren Energien. […] Ziel ist es, die Lebensqualität durch die digitalen Angebote zu erhöhen, wobei jedoch die regionale Wertschöpfung erhalten bleiben soll und die Attraktivität des Landkreises gesteigert wird.“

Volker Becker führte zudem eine weitere Möglichkeit der Nutzung des Themenwanderweges „Zukunftsenergien“ an: „Was wir hier haben eignet sich hervorragend als außerschulische Lernorte. […] Insofern wäre das ganz toll, wenn wir hier Unterrichtseinheiten entwickeln könnten.“ Auf diese Weise entstünden erneuerbare Energien zum Anfassen.

Abschließend rückte Philipp Reis sein Projektteam ins Rampenlicht, allen voran Maximilian Rödel, der das Projekt als Leiter auf die Beine gestellt und umgesetzt hat.

 

Weitere interessante Artikel:

ANZEIGEN

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Blätterbarer Katalog 2026 mit 44 Seiten:

Weitere Informationen zu den neuen „Gudd-Zweck-STERNZEICHEN-ETIKETTEN“ finden Sie hier:
https://www.gudd-zweck.de/fyi/ho-roos-kop/