Missionshaus: Grüne irritiert über Vorstoß von Peter Klär

Das Missionshaus (Quelle: Wikipedia)
Das Missionshaus (Quelle: Wikipedia)

Am vergangenen Freitag wurde per Pressemitteilung über den geplanten Verkauf und die Weiterentwicklung des Areals des Missionshauses berichtet. In diesem Zuge hatten sich der Bürgermeister Peter Klär und Vertreter*innen der CDU sehr erfreut über die geplante Entwicklung gezeigt und darauf verwiesen, dass die Ansiedlung der Nikolaus-Obertreis-Schule (NOS) jetzt doch auf diesem Areal erfolgen solle.

Die Stadtratsfraktion der Grünen im St. Wendeler Stadtrat zeigt sich von der Vorgehensweise und dem Vorpreschen sehr irritiert. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sören Bund-Becker sagt dazu: „Uns als Fraktion und Stadtratsmitglieder liegen über das Vorhaben noch keinerlei Informationen vor. Wir halten es für sehr befremdlich, dass scheinbar neben den Amtsträgern wie dem Bürgermeister auch die CDU-Fraktion in die Beratungen und Verhandlungen einbezogen wird, während alle anderen Fraktionen von jeglichen Informationen ausgeschlossen werden. Auch wird der Bürgermeister richtigerweise damit zitiert, dass die Entscheidung beim Stadtrat liegt, dieser wurde von ihm bisher allerdings in keinster Weise in Kenntnis gesetzt.“ Am Donnerstagnachmittag hat eine Sitzung des Finanzausschusses stattgefunden, dazu Bund-Becker weiter: „In der Ausschusssitzung wurde von mir auch zum Sachstand Grundschule gefragt. Der Bürgermeister hat sich dazu überhaupt nicht geäußert, obwohl bereits am nächsten Morgen öffentlich per Pressemitteilung berichtet wurde. Stand jetzt gibt es einen einstimmigen Stadtratsbeschluss für eine Verlagerung nach Alsfassen.“

Inhaltlich will die Stadtratsfraktion der Grünen das Projekt konstruktiv begleiten, sieht aber gerade die Verlagerung der Grundschule kritisch. Der Fraktionsvorsitzende Tilman Schön sagt: „Wir begrüßen, dass das Missionshaus einen regional verwurzelten Investor gefunden hat und sehen die großen Möglichkeiten und Entwicklungschancen für unsere Stadt. Es handelt sich um ein prägendes Gelände für das Stadtbild, dessen Weiterentwicklung und Sicherung offensichtlich einen großen Schritt gemacht hat. Damit kann aber nicht automatisch die Rede davon sein, dass der Weg nun für die Grundschule frei ist. Es gab vielfältige Gründe, warum sich einstimmig gegen das Missionshaus als Standort entschieden wurde. Ein Hauptargument war, dass der Standort zu weit von der Kernstadt entfernt liegt. Es wird für die Schülerinnen und Schüler nicht möglich sein, zu Fuß oder mit dem Fahrrad in die Schule zu kommen.“

„Da wir als Ratsmitglieder bisher keine weiteren Informationen erhalten haben, kann unsere Fraktion noch zu keinem abschließenden Ergebnis kommen, das betrifft neben den wichtigen Aspekten der Schülerinnen und Schüler auch finanzielle Fragen. Um den Grundschulstandort neu zu diskutieren braucht es allerdings mehr, als eine werbewirksame Wahlkampfveröffentlichung der CDU in den Medien“, so Schön abschließend.

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