„Was wird aus der Sporthalle St. Wendel?“, fragt sich das SPD-Stadtratsmitglied Armin Fuchs schon länger. Nun rückt diese „unendliche Geschichte“ aus dramatischen Gründen abermals in den Fokus.
Bereits zu Beginn der Diskussion um den möglichen Neubau der Halle fordert die SPD die Stadtverwaltung auf, ein Gutachten zur Bausubstanz erstellen zu lassen. Aber auch nach dem überfälligen Stopp der geplanten Sport – und Eventhalle im Mai 2022, weil sich die Kosten von geplanten 13,2 Millionen Euro auf mindestens 23 Millionen Euro fast verdoppelt hatten, hat sich leider wenig getan. „Der amtierende Bürgermeister hat trotz mehrerer Aufforderungen durch den Stadtrat alleine im letzten halben Jahr immer noch kein Sanierungskonzept der bestehenden Halle vorgelegt“, führt Armin Fuchs aus.
Die für nach der Sommerpause zugesagten Ergebnisse und Planungen zur Sanierung der alten Halle lassen bis heute auf sich warten. Die zweifelsfrei festzustellende jahrelange Untätigkeit des Bürgermeisters in Bezug auf die Sanierung der Halle hat nun schwere Folgen, denn leider ist ein Szenario eingetreten, vor dem SPD viele Jahre gewarnt hatte: Am 27.10.2022 wurden nämlich die Stadtratsfraktionen darüber informiert, dass die Sporthalle ab sofort bis auf Weiteres wegen Beschädigungen der Decke durch eingedrungenes Wasser geschlossen werden müsse. Nähere Untersuchungen haben nun ergeben, dass der Schaden sogar noch größer ist als ursprünglich befürchtet und dass zur Gefahrenabwehr für Leib und Leben der Sportler sowie der Zuschauer die gesamte Decke samt Unterkonstruktion entfernt werden muss.
Schon in den letzten Jahren mussten durch Schadensereignisse in und an der Halle Sportveranstaltungen unterbrochen oder ganz abgesagt werden. Auch diese Vorkommnisse führten unverständlicherweise nicht zu einer eingehenden Untersuchung des gesamten Sanierungsbedarfes der Halle. „Wir fragen uns schon länger, was noch passieren muss, bis die politisch Verantwortlichen aus ihrer Lethargie erwachen und endlich entsprechende Untersuchungsvorhaben in den Stadtrat einbringen und durch Beschlüsse legitimieren lassen“, wundert sich Armin Fuchs.
Durch das nun eingetretene Ereignis ist auf nicht absehbare Sicht kein Schulsport mehr in der Halle möglich und auch einige Vereine sind von der Schließung der Halle derzeit betroffen. So musste z.B. der TV Bliesen die Spiele seiner Regionalligamannschaft sehr kurzfristig zuerst nach Freisen und aktuell nach Namborn verlegen.
„Laut unseren Informationen sind dem Verein durch die Anmietung dieser Sporthallen erhebliche Kosten entstanden und wir fordern, dass die Stadt St. Wendel hier Ausgleichszahlungen leistet – immerhin wirbt der Bürgermeister regelmäßig damit, dass Vereine in St. Wendel die städtischen Liegenschaften kostenlos nutzen dürfen“, meint Armin Fuchs entschlossen.
Es schmerze, wenn man sehenden Auges eine städtische Immobilie so verkommen lasse und berechtigte Mahnungen aus der Opposition einfach jahrelang ignoriere und belächele. „Hier werden Vermögenswerte der Allgemeinheit, also aller Bürgerinnen und Bürger, fahrlässig dem Verfall preisgegeben“, so Armin Fuchs abschließend.




