Kunst auf Keramik

Keramiksymposium am Kunstzentrum Bosener Mühle

Eine Engelskulptur der Künstlerin Sigrid Caspar
Engel von Sigrid Caspar

Am 11. und 12. September 2022 findet im Kunstzentrum Bosener Mühle wieder das Keramiksymposium mit herausragenden Künstlern im plastischen Gestalten statt, das zum Schauen, sich Inspirieren-Lassen und Mitmachen einlädt.

Seit der Gründung 1977 und insbesondere in den letzten Jahren entwickelte sich das malerisch am Bostalsee gelegene Zentrum für kreatives Schaffen zu einem weithin bekannten Ort für Kultur und Kunst, das sich insbesondere auf dem Gebiet der Keramik einen Namen als „Keramikzentrum im Südwesten“ gemacht hat. Hochkarätige Ausstellungen, Kunstprojekte und Workshops auf höchstem Niveau mit renommierten Künstlern schufen einen Ort der Begegnung, Wissensvermittlung und des künstlerischen Austauschs. Nach dem erzwungenen Brachliegen von Kultur und Kunst während der Corona-Zeit laufen mittlerweile Kursangebot, Ausstellungen und Veranstaltungen wieder an, und einer der Highlights – das Keramik-Symposium – findet nach längerer Pause wieder statt. Ein Wochenende, das sich ganz dem Zauber und der Kunst verschrieben hat, mit einer der ältesten Kulturtechniken aus formbarem, gestaltlosem Ton bleibende Kunstwerke in nahezu unbegrenzter Vielfältigkeit zu erschaffen.

2022 treffen sich die Künstler:Innen Sigrid Caspar, Dana Jeschke und Berthold Zavacki im Kunstzentrum, präsentieren ihre Schöpfungen in einer Gemeinschaftsausstellung, führen in spannenden Vorträgen in ihr Kunstschaffen ein und demonstrieren ihre Techniken. Für die Besucher besteht nicht nur die Möglichkeit zu anregenden Gesprächen mit den Kreativen, sondern auch ein vielfältiges Angebot, um sich selbst darin zu versuchen.

Sigrid Caspar liebt es, Grenzen auszuloten, Materialien zu kombinieren, Formen im freien Spiel sich entfalten zu lassen, Schwere und Leichtigkeit, Tiefe und Oberfläche, Gegenständliches und Abstraktes miteinander in Balance zu bringen. Ob riesige Fläche, aus der sich menschliche Lippen herausbilden, ob winzige, liebevoll gestaltete Wesen, die sich in Treibholz schmiegen, abstrakte und dennoch berührende Formengebilde – was in seiner Bandbreite weder in Technik noch in Darstellung unter einen Hut zu bringen ist, zeigt doch in der Gesamtheit das übergreifende Ganze. Spiel, Phantasie, Ausloten, Verbinden und wieder Auflösen auf allen Ebenen und in allen Facetten, mit einer inspirierenden Leichtigkeit und Spontanität, wie sie auch die Künstlerin als Person ausstrahlt.

Dana Jeschke lotet insbesondere die Möglichkeiten des Mediums Keramik auf vielgestaltige Weise aus. Die künstlerische Auseinandersetzung mit seinen denkbar unterschiedlichen Zuständen von flüssig bis hart, spröde bis zerfließend ist ihr Symbol des Beweglichen, Changierenden, Fluiden. Sie kombiniert mit anderen Materialien, bewegt sich zwischen zeichnerischem und skulpturalem Denken, arrangiert Beziehungen zwischen Raum und Objekten und betont das Prozesshafte ihrer Schöpfungen.

Berthold-Josef Zavaczki vereint Gegensätze in sich. In Rumänien aufgewachsen, von Korea inspiriert und in Deutschland lebend und schaffend begegnen sich in ihm, wie er selbst sagt, die Strenge des Realsozialismus und die Träume der Beat-Generation. Hier akkurat gedrehte Formen, dort archaische Form- und Farbsprache in organischen Formen und verschwimmenden Glasuren. Im Zusammenspiel mit dem aus dem Moment Schaffens der Raku-Technik werden die Gegensätze im Augenblick konfrontiert und harmoniert: Kontrollierter Kontrollverlust, Werden im Prozess des Augenblicks. Jener Punkt, wo im Zerschmelzen und Zerfließen doch die Form noch bleibt ist der schmale Grat, auf dem der Künstler balanciert, mit dem Feuer spielt und Harmonie sucht. Zavaczki demonstriert seine Technik bei mehreren Rakubränden.

Das Programm des Symposiums beginnt jeweils um 10 Uhr und mündet ab 17:30 Uhr in ein gemütliches Zusammensein. Nach dem Auftakt mit der Vorstellung der Kunstschaffenden und der Führung durch die reichbestückte Ausstellung gibt es Bildvorträge der Künstler, Demonstrationen des Schaffensprozesses, Raku-Brände, gemeinsames schöpferisches Arbeiten im Atelier, Künstlergespräche und die Besucher sind eingeladen, selbst die ein oder andere Technik praktisch zu versuchen.

Beide Symposiumstage sind für Besucher offen und kostenlos. Das Kunst+Kultur-Café der Bosener Mühle bietet an beiden Tagen ein Mittagessen an. Für dieses ist eine Anmeldung erforderlich. Für einen Tag kostet es 14 Euro, für beide 25 Euro. Anmeldung über die Seite des Kunstzentrums www.bosener-muehle.de.

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