Heizöl und Benzin treiben saarländische Inflationsrate im Juli auf 3,2 Prozent

Benzinpreis St. Wendel

Die Inflation im Saarland hat im Juli 2026 spürbar angezogen. Wie das Statistische Amt des Saarlandes mitteilte, lagen die Verbraucherpreise um 3,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Juni hatte die Teuerungsrate noch bei 2,8 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise um 0,7 Prozent, der Verbraucherpreisindex erreichte einen Stand von 125,4 Punkten (Basisjahr 2020 = 100).

Haupttreiber der Entwicklung waren die Energiepreise. Heizöl verteuerte sich im Jahresvergleich um 33,7 Prozent, Benzin um 28,1 Prozent. Beim Sprit wirkte sich vor allem das Auslaufen der Spritpreisbremse aus, wodurch die steuerliche Entlastung an den saarländischen Zapfsäulen wegfiel. Auch Brennholz, Holzpellets und vergleichbare Brennstoffe kosteten 12,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Entlastung gab es dagegen bei Strom (minus 6,1 Prozent), Fernwärme (minus 6,4 Prozent) und Erdgas (minus 2,6 Prozent). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflation im Saarland lediglich 2,3 Prozent betragen.

Bei den Nahrungsmitteln fiel der Preisanstieg mit durchschnittlich 1,0 Prozent moderat aus – damit lag die Teuerung bei Lebensmitteln den fünften Monat in Folge deutlich unter der Gesamtinflation. Fleisch und Fleischwaren verteuerten sich um 3,8 Prozent, Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte um 3,4 Prozent. Obst kostete trotz des saisonal umfangreichen Angebots 2,5 Prozent mehr, Gemüse 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Günstiger wurden hingegen Molkereiprodukte und Eier (minus 3,2 Prozent) sowie Speisefette und Speiseöle mit einem deutlichen Rückgang von 14,8 Prozent.

Bekleidung und Schuhe blieben preislich nahezu unverändert (plus 0,1 Prozent). Im Dienstleistungsbereich mussten Verbraucherinnen und Verbraucher dagegen tiefer in die Tasche greifen: Gaststättendienstleistungen verteuerten sich um 2,5 Prozent, Übernachtungen um 4,0 Prozent. Speisen und Getränke in Restaurants und Gaststätten kosteten 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Bei den veröffentlichten Zahlen handelt es sich um vorläufige Ergebnisse. Die endgültigen Daten werden vom Statistischen Amt im Statistischen Bericht MI2 veröffentlicht.

Weitere interessante Artikel:

ANZEIGEN

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Blätterbarer Katalog 2026 mit 44 Seiten:

Weitere Informationen zu den neuen „Gudd-Zweck-STERNZEICHEN-ETIKETTEN“ finden Sie hier:
https://www.gudd-zweck.de/fyi/ho-roos-kop/