Das Adolf-Bender-Zentrum hat sein Veranstaltungsprogramm für die kommenden Monate vorgestellt. Zwischen Juni und November 2026 finden in Saarbrücken und online mehrere Termine statt, die sich mit Demokratie, Vielfalt und dem Umgang mit Extremismus beschäftigen.
Den Auftakt bildet der Tag der Offenen Gesellschaft am Samstag, 20. Juni 2026, auf dem Gustav-Regler-Platz in Saarbrücken. Unter dem bundesweiten Motto „Tische und Stühle raus“ soll ein sichtbares Zeichen für Demokratie, Offenheit und Zusammenhalt gesetzt werden. Die Partnerschaft für Demokratie der Landeshauptstadt Saarbrücken organisiert die Veranstaltung gemeinsam mit der Stadtbibliothek. Besucherinnen und Besucher können Platz nehmen, ins Gespräch kommen und an verschiedenen Mitmach-Aktionen teilnehmen. Musikalische Beiträge begleiten das Programm, und im BI-BUS warten Aktionen speziell für Kinder. Weitere Kooperationspartner sind das Amt für Gesundheit, Prävention und Soziales der Landeshauptstadt Saarbrücken sowie die Musikschule Saarbrücken.
Bereits am Vortag, Freitag, 19. Juni 2026, findet von 16 bis 19 Uhr in der Stadtbibliothek Saarbrücken der Workshop „Wir müssen reden!“ statt. Dabei geht es um die Frage, wie man reagieren kann, wenn Vorurteile oder rassistische Parolen fallen. Die Teilnehmenden erarbeiten Strategien für schwierige Gesprächssituationen und setzen sich mit den Grenzen des eigenen Handelns auseinander. Der Workshop soll ermutigen, auch in herausfordernden Momenten im Dialog zu bleiben – klar, respektvoll und reflektiert. Anmeldeschluss ist der 18. Juni 2026.
Am Sonntag, 23. August 2026, veranstaltet das Adolf-Bender-Zentrum gemeinsam mit dem Netzwerk Entwicklungspolitik Saarland (NES e.V.) ein Marktfrühstück auf dem Sankt-Johanner-Markt. Anlass ist der Internationale Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und seine Abschaffung. Von 10 bis 14 Uhr gibt es Frühstück aus fairem Handel sowie Informations- und Austauschmöglichkeiten mit verschiedenen Blickwinkeln auf Sklaverei und ihre modernen Erscheinungsformen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zum Abschluss des Programms findet am Dienstag, 24. November 2026, von 18 bis 19.30 Uhr ein Online-Elternabend unter dem Titel „Rechtsextreme Resonanzräume – Memes, Hashtags und Radikalisierung“ statt. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Landesmedienanstalt (LMS) organisiert. Thematisiert wird, wie rechtsextreme Radikalisierungsprozesse ablaufen, welche Rolle Plattformen wie TikTok dabei spielen können, wie Eltern ihre Kinder stärken und begleiten können und welche Beratungs- und Unterstützungsangebote es zum Thema Rechtsextremismus gibt. Hintergrund ist die Beobachtung von Schulen und Beratungsstellen, dass soziale Netzwerke zunehmend genutzt werden, um junge Menschen mit rechtsextremen Inhalten, antisemitischen Verschwörungserzählungen oder rassistischen Hassbotschaften zu erreichen.





