Am kommenden Sonntag, 14. Juni, lädt die Terrex gGmbH zu einer kostenlosen Führung durch die archäologischen Ausgrabungen im Wareswald ein. Ab 11 Uhr erklärt Projektleiter Dr. Klaus-Peter Henz die Geschichte der römischen Siedlung, die zwischen den heutigen Gemeinden Marpingen, Oberthal und Tholey lag.
Die antike Ansiedlung entstand im ersten Jahrhundert nach Christus an einem strategisch wichtigen Punkt. Hier kreuzten sich zwei bedeutende Fernstraßen der Römerzeit: die Verbindung von Metz nach Mainz und die Route zwischen Straßburg und Trier. Diese Lage am Fuß des Schaumbergs machte den Ort zu einem beliebten Rastplatz für Reisende und Händler.
Die günstige Position an den hauptsächlich vom Militär gebauten Straßen führte zu einer raschen Entwicklung. Handwerker und Kaufleute siedelten sich an, um die durchziehenden Menschen mit Übernachtungsmöglichkeiten, Mahlzeiten und Alltagsgegenständen zu versorgen. Dieser wirtschaftliche Aufschwung ließ die Siedlung auf eine beachtliche Größe von mehreren Hektar anwachsen. Um das Jahr 400 gaben die Bewohner den Ort auf. Seitdem blieb das Gelände unbewohnt.
Bei der etwa 90-minütigen Führung stellt Dr. Henz die aktuellen Grabungsergebnisse und jüngsten Entdeckungen vor. Interessierte treffen sich am Parkplatz beim Pfeilergrabmal im Ausgrabungsgebiet. Die Zufahrt erfolgt über die Landstraße 135 zwischen Theley und Tholey. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.





