Die Seniorensicherheitsberater des Landkreises St. Wendel schlagen Alarm: Eine neue Variante des bekannten Enkeltricks breitet sich in der Region aus. Die Betrüger geben sich am Telefon als Krankenhausmitarbeiter aus und fordern hohe Geldsummen für angeblich lebensrettende Medikamente.
Die Masche funktioniert nach einem perfiden Muster: Die Täter kontaktieren ihre Opfer telefonisch und behaupten, ein nahestehender Verwandter befinde sich in Lebensgefahr. Nur ein teures Medikament aus dem Ausland könne helfen, doch die Krankenkasse übernehme die Kosten nicht. In mehreren Fällen in Homburg, Trier und Hermeskeil übergaben Senioren daraufhin Beträge im fünfstelligen Bereich an vermeintliche Boten, die das Geld direkt an der Haustür abholten.
Die Polizei stellt klar: „In echten medizinischen Notfällen fordern weder Ärztinnen und Ärzte noch Krankenhausmitarbeitende telefonisch sofortige Barzahlungen von Angehörigen.“ Die Behörden raten dringend, bei derartigen Anrufen sofort aufzulegen und keinesfalls Geld an Unbekannte zu übergeben. Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte umgehend die Polizei unter der Notrufnummer 110 verständigen.
Betroffene können sich an die Geschäftsstelle der ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater im Seniorenbüro des Landkreises wenden. Unter der Telefonnummer (06851) 801 5201 oder per E-Mail an seniorenbuero@lkwnd.de werden kostenlose Vorträge und Beratungen angeboten. Die Berater empfehlen zudem, bei Zweifeln immer selbst beim genannten Krankenhaus anzurufen und sich nicht unter Druck setzen zu lassen.





