Die Feuerwehr St. Wendel hat am vergangenen Sonntag zwei hochmoderne Einsatzfahrzeuge in ihren Dienst aufgenommen. Während des traditionellen Feuerwehrfestes des Löschbezirks wurden ein Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF20) sowie ein Fahrzeug zur Erkundung chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Gefahren (CBRN-Erkundungswagen) feierlich eingeweiht.
Das maßgeschneiderte HLF20 vereint die Funktionen eines Rüstwagens mit denen eines Löschfahrzeugs. Eine besondere technische Ausstattung stellt die integrierte Seilwinde dar, die Lasten bis zu 50 Kilonewton bewegen kann. Diese Spezialkonstruktion trägt dem gewandelten Aufgabenprofil der Feuerwehr Rechnung, bei dem technische Hilfeleistungen einen immer größeren Raum einnehmen. Die Kreisstadt St. Wendel finanzierte das mehr als 700.000 Euro teure Fahrzeug vollständig aus eigenen Haushaltsmitteln.
Der zweite Neuzugang stammt aus Beständen des Bundes. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hatte Ende 2023 fünf dieser Spezialfahrzeuge an das Saarland übergeben. Das saarländische Innenministerium wies eines davon der Feuerwehr St. Wendel zu. Der CBRN-Erkundungswagen verfügt über eine umfangreiche Spezialausstattung, darunter Schutzausrüstungen für die Mannschaft, Geräte zur Entnahme von Proben sowie Messinstrumente für lokale Wetterdaten. Mit diesem Equipment können die Einsatzkräfte gefährliche Stoffe aufspüren, messen und die Lage an übergeordnete Stellen melden.
Bürgermeister Peter Klär unterstrich bei der Übergabe die Bedeutung der Investition: „Mit der Inbetriebnahme des neuen Löschfahrzeuges investieren wir gezielt in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger St. Wendels. Das sind mehr als 700.000 Euro, die wir aus eigenen Mitteln für die Leistungsfähigkeit unserer Wehr aufwenden und zudem ein starkes und wichtiges Signal für die wertvolle ehrenamtliche Arbeit der Einsatzkräfte, die rund um die Uhr für unser aller Sicherheit da sind. Das neue Fahrzeug steht somit für moderne Technik, schnelle Hilfe und hohen Stellenwert des Bevölkerungsschutzes in St. Wendel.“





