Die Mittelstufen-Theater-AG des Gymnasium Wendalinum präsentierte am 29. April 2026 eine mitreißende Aufführung von Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“. Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 9 bewiesen vor vollbesetzter Aula ihr schauspielerisches Können.
Die aufwendig gestaltete Bühne zeigte die Villa Kunterbunt als farbenfrohe Kulisse in Rosa, Mintgrün und Gelb. Eine Veranda mit zwei bunten Zäunen rahmte das Bühnenbild ein. Als besonderer Hingucker diente das handgefertigte Hinterteil von Pippis Pferd, das Arndt Blessing ehrenamtlich angefertigt hatte.
Luna Blohn aus der achten Klasse verkörperte die Hauptrolle mit beeindruckender Präsenz. Mit orangefarbenen Zöpfen und verschiedenfarbigen Strümpfen eroberte sie die Herzen des Publikums. Die Inszenierung umfasste die klassischen Geschichten: Pippis Bekanntschaft mit Tommy (Jasmin Anton) und Annika (Anna Arweiler), ihren kurzen Schulbesuch und das chaotische Kaffeekränzchen bei Frau Settergren (Olivia Petzold).
Lara Conrad überzeugte als strenge Frau Prysselius, die Pippi ins Kinderheim bringen möchte. Die Verfolgungsjagd mit den Polizistinnen (Hanna Delinski, Luisa Born) auf dem Dach der Villa Kunterbunt sorgte für Spannung. Carolina Scheffler trat als Kapitän Langstrumpf mit dem Piratenschiff „Hoppetosse“ auf. Die Diebe wurden von Marleen Feld und Jessica Woll dargestellt.
Die musikalische Untermalung verstärkte die verschiedenen Stimmungen der Szenen. Spannende Klänge begleiteten den nächtlichen Einbruchsversuch, während sanfte Töne Pippis Gespräch mit ihrer verstorbenen Mutter unterstrichen. Das Wiehern des Pferdes und das bekannte Titellied der Verfilmung rundeten die akustische Gestaltung ab.
Die jungen Darsteller meisterten alle Umbauten selbstständig. Ein schwarzer Vorhang trennte bei Bedarf die Villa Kunterbunt von anderen Schauplätzen ab. Diese effiziente Organisation ermöglichte nahtlose Szenenwechsel.
Regisseurin Nicole Kneifel schuf eine liebevolle Inszenierung, die sowohl Kinder als auch Erwachsene ansprach. Die intensive Vorbereitung zeigte sich in der Textsicherheit aller Beteiligten und ihrer erkennbaren Spielfreude.





