Bundeswehr-Werkstatt in St. Wendel wird umgebaut: Innovatives Bauverfahren stößt auf großes Interesse

Bildquelle: MIBS/R. Khalil.

Der geplante Umbau des Heeresinstandsetzungslogistik-Werkes (HIL) in St. Wendel hat bei der Bauwirtschaft erhebliches Interesse geweckt. Bei einer digitalen Informationsveranstaltung am 7. Mai schalteten sich 182 Teilnehmer zu, um Details über das 375-Millionen-Euro-Projekt zu erfahren. Die Veranstaltung markierte den Start für ein neuartiges Bauverfahren, das erstmals im Saarland zum Einsatz kommt.

Bei der sogenannten integrierten Projektabwicklung (IPA) arbeiten Auftraggeber, Planungsbüros und ausführende Unternehmen von Anfang an gemeinsam in einem Büro. Alle Beteiligten schließen einen gemeinsamen Vertrag ab und teilen sich sowohl die Chancen als auch die Risiken des Projekts. Kosteneinsparungen kommen allen zugute, aber auch eventuelle Mehrausgaben werden gemeinsam getragen. Diese Herangehensweise soll die Bauzeit verkürzen, Kosten besser planbar machen und Streitigkeiten zwischen den Beteiligten vermeiden.

„Ich freue mich außerordentlich über die hohe Zahl an Interessierten, die das große Interesse der Bauwirtschaft an dem Projekt zeigt. Auch die Tatsache, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Stream im Schnitt etwa 1 Stunde und 16 Minuten lang verfolgt haben, ist ein äußerst positives Zeichen für das neue System und auch für das Bauvorhaben HIL“, erklärte Staatssekretär Torsten Lang. Unter den Zuschauern befanden sich 30 Vertreter saarländischer Baufirmen und Handwerksbetriebe sowie 36 Architekten und Ingenieure aus regionalen Planungsbüros. Die erste Ausschreibung für die technische Gebäudeausrüstung soll Ende Mai auf dem Deutschen Vergabeportal veröffentlicht werden. Eine Aufzeichnung der Informationsveranstaltung wird demnächst unter www.bundesbau.de/projekte/kompetenzzentrum-kette zur Verfügung stehen.

Im künftigen Kompetenzzentrum KETTE sollen Kampffahrzeuge wie der Panzer Leopard 2 und der Schützenpanzer Puma gewartet und repariert werden. Der Standort St. Wendel wird damit zur zentralen Anlaufstelle für die Instandhaltung schwerer Kettenfahrzeuge der Bundeswehr. Die Investition ist Teil der militärischen Infrastrukturmaßnahmen zur Stärkung der Landes- und Bündnisverteidigung.

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