Der Umbau des HIL-Werks in St. Wendel zum bundesweiten Kompetenzzentrum KETTE ist in die nächste Phase gestartet. Die SPD-Landtagsabgeordnete und stellvertretende Kreisvorsitzende Nadia Schindelhauer sieht in dem 375-Millionen-Euro-Projekt einen Gewinn für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und den Wirtschaftsstandort Saarland.
In der neuen Einrichtung werden künftig alle Instandsetzungsarbeiten für schwere Kettenfahrzeuge der Bundeswehr zentral durchgeführt. Kampfpanzer wie der Leopard 2 oder der Schützenpanzer Puma erhalten dort ihre Wartung und Reparaturen. Die Arbeiten umfassen sämtliche Bereiche von der Motorinstandsetzung über Bremsanlagen bis zur Optronik und Beschusstechnik. „Ich freue mich sehr, dass dieses wichtige Zukunftsprojekt nun weiter Fahrt aufnimmt und in eine neue Phase eintritt. Dieses Projekt ist gut für unser Saarland, gut für den Landkreis St. Wendel – und vor allem ein wichtiger Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit unseres Landes“, erklärte Schindelhauer.
Bei der Umsetzung des Großprojekts kommt erstmals im Saarland das Verfahren der Integrierten Projektabwicklung (IPA) zum Einsatz. Dabei arbeiten Bauherr, Planungsbüros und ausführende Unternehmen von Anfang an in gemeinsamen Teams zusammen. „Dieses moderne Verfahren schafft die Grundlage dafür, ein komplexes Projekt unter anspruchsvollen Bedingungen schneller, effizienter und transparenter umzusetzen. Gemeinsame Verantwortung, kurze Wege und eine enge Zusammenarbeit sorgen für mehr Termin- und Kostensicherheit“, betonte die Wirtschaftsausschuss-Abgeordnete. Eine eigene Außenstelle wurde direkt in St. Wendel eingerichtet. Das Kompetenzzentrum gehört zu den wichtigsten militärischen Infrastrukturprojekten der Bundeswehr im Bereich der Landes- und Bündnisverteidigung. Nach Fertigstellung entstehen bis zu 160 neue Arbeitsplätze. „Von diesem Projekt profitieren am Ende alle: Wir stärken die Verteidigungsbereitschaft Deutschlands, schaffen hochwertige Arbeitsplätze und setzen gleichzeitig ein starkes wirtschaftliches Signal für St. Wendel und das gesamte Saarland“, sagte Schindelhauer.




