Der aus Kastel stammende Cedric Latz empfing am 2. Mai in der Kathedrale Unserer Lieben Frau zu Luxemburg die Priesterweihe. Der Luxemburger Erzbischof Jean-Claude Kardinal Hollerich spendete dem 34-Jährigen das Sakrament. Bereits im Oktober des Vorjahres hatte der Kardinal Latz zum Diakon geweiht. Zahlreiche Bürger aus Kastel und der Region sowie Weggefährten des Neupriesters wohnten der feierlichen Zeremonie in der luxemburgischen Hauptstadt bei.
Einen Tag nach seiner Priesterweihe zelebrierte Latz seine erste Heilige Messe als Hauptzelebrant in der Kasteler Kirche St. Wilfridus. Da die Kirche für die erwartete große Besucherzahl zu klein war, wurde auf dem Marktplatz ein Festzelt errichtet. Die Primizmesse wurde per Liveübertragung dorthin übertragen. Dekan Theo Welsch eröffnete das Festhochamt und verwies darauf, dass man gleichzeitig die Gründung der neuen Pfarrei „Am Peterberg St. Peter“ feiere, die aus der ehemaligen Pfarreiengemeinschaft Nonnweiler hervorgegangen sei.
Pfarrer Thomas Weber aus Bitburg konzelebrierte die Messe. Weber war zwischen 1998 und 2009 als Seelsorger in Braunshausen, Kastel und Primstal tätig gewesen. „Cedric habe ich im Herbst 1998 kennengelernt. Seine Erstkommunion, seine Zeit als Ministrant sowie seine Firmung habe ich noch in sehr guter Erinnerung“, erinnerte sich Weber. Er dankte den Eltern des Neupriesters für ihre Unterstützung des religiösen Interesses ihres Sohnes.
Minister Magnus Jung überbrachte die Glückwünsche der saarländischen Landesregierung. „Staat und Kirchen tragen gemeinsam Verantwortung für unsere Gesellschaft“, betonte Jung in seiner Ansprache. Nonnweilers Bürgermeister Franz Josef Barth würdigte die tiefe Heimatverbundenheit des Neupriesters: „Cedrics tiefe Verbundenheit mit seinem Heimatort wird heute sehr eindrucksvoll erwidert.“ Der Kasteler Ortsvorsteher Joachim Hahn wies auf die historische Bedeutung des Tages hin. Die letzte Primizfeier in Kastel habe 1939 stattgefunden, weshalb das aktuelle Ereignis in die Ortsgeschichte eingehen werde.
Der Neupriester bleibt trotz seiner zukünftigen Tätigkeit in Luxemburg seiner Heimat eng verbunden. Latz gehört mehreren örtlichen Vereinen an und ist aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Der Jugendfeuerwehr trat er 2005 bei, knapp drei Jahre später wechselte er in die aktive Einsatzabteilung. Diese Verbundenheit würdigte Bürgermeister Barth während des Nachmittagsprogramms im Festzelt auf besondere Weise: Vor zahlreichen anwesenden Feuerwehrkameraden ernannte er Latz zum Feuerwehrseelsorger der Gemeinde. Die Überraschung löste bei den Festgästen begeisterten Applaus aus.




