Im Saarland sind im April 2026 laut Statistischem Amt die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,1 Prozent gestiegen.
Damit liegt die Inflationsrate leicht über dem Wert von März (3,0 Prozent). Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich der Verbraucherpreisindex um 0,6 Prozent auf 124,9 Punkte (Basisjahr 2020 = 100). Hauptursache für den Anstieg sind vor allem deutlich gestiegene Kraftstoffpreise infolge anhaltender geopolitischer Spannungen.
Im Energiebereich zeigte sich hingegen ein gemischtes Bild: Insgesamt sanken die Preise für Haushaltsenergie um 1,7 Prozent. Strom wurde um 5,8 Prozent günstiger, Erdgas um 3,3 Prozent und Fernwärme um 5,4 Prozent. Deutlich teurer wurde dagegen Heizöl mit einem Plus von 44,2 Prozent. Auch feste Brennstoffe wie Holz oder Pellets verteuerten sich um 13,8 Prozent. Besonders stark stiegen die Kraftstoffpreise mit einem Plus von 31,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate bei 2,1 Prozent gelegen.
Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich um durchschnittlich 2,6 Prozent und damit weniger stark als die Gesamtinflation. Fleisch und Fleischwaren verteuerten sich um 3,8 Prozent, während Fisch nur leicht um 1,0 Prozent zulegte. Rückgänge gab es bei Molkereiprodukten und Eiern (-2,4 Prozent) sowie bei Speisefetten und -ölen (-10,1 Prozent).
Bei Waren insgesamt stiegen die Preise für Bekleidung und Schuhe moderat um 0,6 Prozent. Dienstleistungen verteuerten sich hingegen stärker: Für Gastronomie mussten Verbraucher 3,7 Prozent mehr zahlen, Übernachtungen kosteten 3,4 Prozent mehr. In Restaurants und Gaststätten stiegen die Preise für Speisen und Getränke um 3,8 Prozent.
Die Angaben basieren auf vorläufigen Berechnungen. Endgültige Ergebnisse veröffentlicht das Statistische Amt des Saarlandes zu einem späteren Zeitpunkt.



