Wir haben unsere Zukunft in der Hand- Umwelttipps für jedermann – Teil 2-

Nachdem wir im letzten Teil unserer Umwelttipps die Themen (Plastik-) Müll, Ernährung und Wegwerfmentalität erläutert haben, kommen wir heute zu den Gebieten Ökostrom, Heizen, Mobilität und Reisen.

Ökostrom

Ein großes Problem in Deutschland ist nach wie vor der Strommix, der zu einem Großteil immer noch aus Kohle stammt. Das führt bei jedem Endkunden zu einer viel zu hohen CO2- Bilanz. Daher ist ein Wechsel zu Ökostrom empfehlenswert, denn dadurch wird mehr Ökostrom ins Netz eingespeist, der durch Wasserkraft-, Wind- und Solaranlagen erzeugt wird. Das bewirkt, dass etwa 1,9 Tonnen CO2 pro Haushalt und Jahr gespart werden. Hier gibt es zwei Wege: Entweder ihr bleibt bei eurem Stromanbieter und wechselt nur euren Tarif in einen Ökostromtarif um. Das fällt finanziell nur unwesentlich ins Gewicht. Wieviel der Ökostromtarif mehr kostet, könnt ihr telefonisch bei eurem Stromanbieter erfragen. Ein Beispiel: bei 1500 Kilowattstunden kostet der Ökostromtarif (Wasserkraft aus Trier) bei den örtlichen Stadtwerken etwa 3 Euro jährlich mehr, also wirklich nicht die Welt. Oder ihr treibt aktiv die Energiewende voran und wechselt zu einem der Stromanbieter, die neue klimafreundliche Anlagen bauen und gar nicht mehr auf fossile Brennstoffe setzen. Das Freiburger Ökoinstitut hat hierzu eine Eco- Top- Ten- Liste erstellt, an der ihr euch orientieren könnt. https://www.ecotopten.de/strom/oekostrom-tarife?&&order=field_4&sort=asc

Zudem sollten wir unseren Stromverbrauch durch energiesparsame Geräte reduzieren, den Stand-by-Modus ausstellen und keine Geräte unnötig anlassen.

Tipps:

Achtet bei der Wahl des Stromlieferanten auf das „Ok- Power“- Siegel oder das „ Grüner Strom Label“.

Netflix, Amazon Prime und Co sind extreme Stromfresser, die einen Haufen an CO2- Ausstößen verursachen. Die Nutzung solcher Dienste sollte bewusster erfolgen. 

Hier findet ihr zusätzliche Stromspartipps: https://www.ecotopten.de/strom/oeko-stromtarife/strom-spartipps

Heizen

Das Heizen verursacht einen Großteil der gesamten CO2- Ausstöße. Daher ist es wichtig die Heizanlagen energetisch verbessern zu lassen, um die umweltschädlichen Emissionen zu verringern. Aber auch finanziell lohnt es sich, denn mit entsprechenden energetischen Verbesserungen kann bares Geld gespart werden. Zudem gibt es staatliche Förderungsprogramme, wie das des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), die solche Investitionen bezuschussen. Auch Gas ist nun mal ein fossiler Brennstoff, der nicht wirklich besser als Kohle oder Öl ist  und bei dessen Förderung und Transport Methan austritt, was 25-mal schädlicher als C02 ist. 

Tipp: Wenn wir die Heizung auch nur um 1 Grad runterdrehen, bewirkt dies schon ein Minus an 350 Kilogramm CO2- Ausstößen pro Jahr. 

Mobilität und Reisen

Im ländlichen Bereich ist es nicht so einfach ausschließlich öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, wie in Großstädten, in denen die Verkehrsanbindung nahezu rund um die Uhr in allen Gebieten gewährleistet ist. Im Prinzip ist es eine Frage der Bequemlichkeit, ob man den bei uns weniger gut ausgebauten Öffentlichen Personennahverkehr  trotzdem so gut es geht nutzt oder eben nicht. Wenn wir uns aber mehr bewegen, mehr zu Fuß gehen oder auch mal das Fahrrad nutzen, tun wir etwas Gutes für unseren Körper, unsere Seele und unsere Umwelt. Das Auto mal öfter stehen lassen und die Bewegung zumindest etwas mehr in den Alltag zu integrieren ist nicht allzu schwer. Zudem könntet ihr Fahrgemeinschaften bilden und die Mitfahrerparkplätze nutzen.

Genau so ist das Thema Urlaubsplanung nur eine Frage des Wollens, denn auch hier können wir vieles verbessern. Reisen und die Welt sehen, entspannen fernab des Alltages, wer will das nicht? Und ab und zu haben wir uns das alle ja auch mal verdient. Dennoch sollten wir überdenken, wie wir reisen. Kreuzfahrtschiffe sind beispielsweise sehr umweltschädlich, da sie, durch die Verbrennung von Schweröl, die Umwelt stark schädigen. Vielleicht reicht auch mal ein Trip in die umliegenden Länder Deutschlands, wie beispielsweise Frankreich, Belgien oder Holland?

Tipp: Wenn ihr auf eine Schiffsfahrt oder Flugreise nicht verzichten wollt oder könnt, dann informiert euch über CO2- Kompensationen. Damit könnt ihr in mehrfacher Hinsicht etwas Gutes tun und ihr gleicht eure Schiffsfahrt oder Flugreise klimatechnisch dadurch aus. Was es damit genau auf sich hat und wie das funktioniert, erläutern wir im nächsten Teil zusammen mit den Themen Internetbestellungen und Kleidung.

„Wenn es einen Weg gibt, etwas besser zu machen, finde ihn.“ [Thomas A. Edison]

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