Winterbacher Sternsinger sammelten 3.100 Euro gegen Kinderarbeit

Foto: Jörg Riefer Kooperator Chinnapparaj Selvarayar gestaltete die Aussendungsfeier im Pfarrheim

Trotz Schneeschauern und eisigen Temperaturen machten sich zu Jahresbeginn 40 Kinder in Winterbach auf den Weg, um als Sternsinger von Haus zu Haus zu ziehen. In mehreren Gruppen, begleitet von jugendlichen Betreuern und Eltern, brachten die jungen Königinnen und Könige den traditionellen Segen in die Häuser des Dorfes.

Mit Kreide schrieben sie den Segensspruch C+M+B 2026 an die Türen. Die Buchstaben stehen dabei nicht, wie häufig angenommen, für die Namen der Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar, sondern bedeuten „Christus mansionem benedicat“ – Christus segne dieses Haus. Die Ziffern ergeben die aktuelle Jahreszahl.

Die Sammlung stand in diesem Jahr unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Mit ihrer Aktion machten die Sternsinger auf die weltweite Problematik aufmerksam: Etwa 160 Millionen Kinder müssen arbeiten, die Hälfte davon unter besonders gefährlichen Bedingungen. Sie tragen schwere Lasten, bedienen Maschinen und verbringen Stunden in dunklen Werkstätten, wodurch ihnen der Schulbesuch verwehrt bleibt. Das ursprüngliche Ziel der Weltgemeinschaft, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, wurde deutlich verfehlt.

Die Winterbacher Sternsinger erzielten mit ihrer Sammlung einen beachtlichen Erfolg: Insgesamt kamen rund 3.100 Euro zusammen. Die Spenden fließen in Hilfsprojekte für Kinder in etwa hundert Ländern weltweit. Neben den Geldspenden erhielten die fleißigen Sängerinnen und Sänger auch Süßigkeiten für ihren Einsatz.

Das örtliche Pfarrheim diente als Ausgangspunkt und Treffpunkt nach den Touren. Der Pfarrgemeinderat versorgte die durchgefrorenen Kinder dort mit warmen Getränken sowie Nudeln mit Hackfleischsoße. Anschließend wurden die gesammelten Süßigkeiten untereinander aufgeteilt.

Als besondere Anerkennung für ihren Einsatz erhielten alle teilnehmenden Kinder eine Überraschung von Ortsvorsteher Gerhard Weiand. „Das ist eine großartige Leistung. Ihr wart unterwegs, so dass auch in diesem Jahr viele Menschen den Segen bekamen und Geld spendeten für die Kinder weltweit. Für dieses Mitwirken sage ich von ganzem Herzen Danke“, sagte Weiand und überreichte jedem Kind einen Gutschein für einen sommerlichen Besuch im Eiscafé.

Am folgenden Sonntag wirkten einige der Sternsinger auch im Gottesdienst mit. Als Kaspar, Melchior und Balthasar verkleidet zogen sie mit ihren Sternen in die Kirche ein und gestalteten den Gottesdienst durch Gesänge und Fürbitten mit.

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