Ordentlich was auf die Ohren gab es am letzten Samstag, 08.07.17 für alle Fans des Deutschpunks beim Volcano – Festival in Theley, dem wohl bekanntesten Musikfestival unseres Landkreises. Der Veranstalter, der VOLCANO e.V., legt gerade bei seinem Bühnenprogramm ein besonderes Augenmerk auf Individualität und Vielfalt, was auch in diesem Jahr deutlich unter Beweis gestellt wurde. Als Headliner traten neben anderen Bands Terrorgruppe und Sondaschule auf. Diese brachten auch eine ordentliche Portion Deutschpunk in den Theleyer Skaterpark.
Bereits kurz nach 14.00 Uhr ging es mit dem offiziellen Programm los, einem Bühnenprogramm, das vollgepackt mit guter Musik und zahlreichen Bands in einer entspannten Atmosphäre war. Gitarrensounds und kräftige Stimmen gaben auch dem Volcano-Erstbesucher das Gefühl ein Teil dieser bunt gemischten Besuchermenge zu sein. Angeheizt durch die ersten Bands Tides, Donner Karlson, Waste of Mind, Tony Gorilla, Not Available und Lygo herrschte bereits am Nachmittag eine ausgelassene und gute Stimmung. Als dann am frühen Abend die durchaus bekannteren Bands Rantanplan und Radio Havanna auftraten, blieb kein Besucher mehr auf der schattigen Wiese sitzen. Doch das eigentliche Highlight des Abends waren natürlich die Mainacts Terrorgruppe und Sondaschule. Die Fans mussten zwar bis ungefähr 21.30 Uhr warten, bis das erste Lied von Terrorgruppe über das Gelände hallte, doch das Warten zahlte sich aus. Als gegen 23 Uhr dann noch die Band Sondaschule die Bühne betrat, stand kein Fuß mehr still.
Bereits zum neunten Mal fand das Volcano- Festival statt und nach wie vor hielten die Veranstalter an ihrer Philosophie fest, die sich deutlich von anderen Festivals abgrenzt. Dies ist schon bereits am Preisniveau der Speisen und Getränke, welche auf dem Gelände verkauft wurden, festzumachen. Im Gegensatz zu anderen Festivals waren die Preise beim Volcano Festival niedrig gehalten. Dies ist von den Veranstaltern ganz bewusst so konzipiert und kann auf ein einfaches Grundprinzips des Festivals zurückgeführt werden. Die Veranstalter definieren den Erfolg ihres Festivals nicht durch den höchstmöglichen Gewinn, sondern durch die Freude, die die Besucher daran haben.
Des Weiteren beinhaltet die Philosophie der Musikveranstaltung die Schaffung eines diskriminierungsfreien Raumes. Das Festival soll für alle Gruppen offen sein, also ganz gleich welcher Religion, Sexualität, Musikszene etc. man sich zugehörig fühlt, jeder ist auf dem Festival willkommen und niemand muss Bedenken haben, ausgegrenzt zu werden. Damit setzt das Volcano ein Zeichen gegen die Diskriminierung von Minderheiten. Dies spiegelte sich auch an den Informationsständen, welche sich auf dem Festivalgelände befanden, wieder.

Wie auch bei den vorangegangenen Volcano-Festivals waren mehrere Organisationen durch Stände vertreten. Diese standen den Besuchern Rede und Antwort, verteilten Informationen oder sammelten Spenden. In diesem Jahr mit dabei waren unter anderem Amnesty International, die durch eine Petition auf die schlimmen Umstände in den Ländern Guatemala, Honduras und El Salvador, sowie die fehlende Unterstützung von Deutschland aufmerksam machten. Auch vertreten war die Welt-Hunger-Hilfe, die mit einer Pfand-Spende- Aktion Geld für Trinkwasserprojekte in Äthiopien sammelte, sowie die Organisationen Antifa Saar und Kein Bock auf Nazis. Natürlich gab es auch Fanshirts und andere Merchandise Artikel der Bands, die spielten, direkt an zwei Ständen zu kaufen.
Auf das zehnte Volcano im kommenden Jahr können wir uns sicherlich freuen.
Fotos: Kira Wilhelm





