Türkismühle: Kritik am saarländischen Radwegplan wächst

Das Saarland hält weiter an seiner Radwegplanung fest. Diese sieht vor die Hochwaldbahn auf dem 16 km langen Abschnitt zwischen Türkismühle und Bierfeld abzubauen und durch einen Radweg zu ersetzen.

Dem vom Verein „IG Nationalparkbahn Hunsrück-Hochwald e.V.“ am 16.03.17 in Nonnweiler vorgestellten alternativen Radwegplan wird weiter keine Beachtung geschenkt.

Der alternative Radwegplan zeigt detailliert Möglichkeiten auf, einen Radweg neben dem bestehenden Gleis anzulegen und somit beide Verkehrsträger als wahres „Leuchtturmprojekt“ zu nutzen.

Entgegen weitläufiger Behauptungen war die Strecke Türkismühle-Nonnweiler einst zweigleisig ausgebaut und bietet heute noch genügend Platz einen Radweg auf dem Planum aufzunehmen ohne die Hochwaldbahn dafür zu opfern!

Außerdem befinden sich viele Feld- und Wirtschaftswege in unmittelbarer Nähe der Trasse. Deren Nutzung drängt sich nicht nur auf, sie trägt auch zur Kostenreduzierung bei. Inzwischen wächst die Kritik am sturen festhalten der ursprünglichen Planung. Neben einigen Politikern, wie dem saarländischen Bundestagsabgeordneten Thomas Lutze, und Verbänden, wie dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisieren auch immer mehr Bürgerinnen und Bürger das Verhalten der Verantwortlichen. Auch Radwegexperten lobten die ehrenamtlich erstellten Pläne der IG Nationalparkbahn.

„Sehen Sie sich den alternativen Radwegplan an. Überdenken Sie Ihre bisherige Haltung. Entscheiden Sie sich für einen wahren Leuchtturm in der Tourismusregion mit Rad & Bahn! Historische Eisenbahnen sind ein Anziehungspunkt. Das haben wir anlässlich des Nationalparkfestes mit einem Sonderzug eindrucksvoll bewiesen“, so die IG Nationalparkbahn.

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