Tholey: 9.000 € für den Kampf gegen den Borkenkäfer

Foto: Sven Klein

Die trockenen, heißen Sommer in den Jahren 2018 und 2019 haben dazu geführt, dass viele Gemeinden im Saarland ihre Nadelholzbestände infolge von Borkenkäferbefall vorzeitig und ungeplant nutzen müssen. Der Gemeindewald von Tholey ist mit seinen zahlreichen Fichten ebenfalls davon betroffen. Bei der Bekämpfung des Borkenkäfers unterstützt das Land die Gemeinden. Umweltstaatssekretär Sebastian Thul überreichte dazu Bürgermeister Hermann Josef Schmidt einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 9.000 €. 

Das Geld soll zur Bekämpfung der Borkenkäfer auf circa 120 ha Waldfläche genutzt werden. Bei den Schädlingen handelt es sich in der Regel um „Buchdrucker“ oder „Kupferstecher“, Unterarten des Borkenkäfers, die insbesondre Fichten befallen. „Ziel ist es, die Bruttauglichkeit der Bäume für die Käfer soweit herabzusetzen, dass von diesem Holz keine Gefahr mehr ausgeht. Und das muss schnell gehen“, so Umweltstaatssekretär Sebastian Thul.

Konkrete Maßnahmen konzentrieren sich vorrangig auf das Auffinden und Aufarbeiten von befallenem Holz. Dazu setzt man Techniken wie zum Beispiel das Entrinden ein. Die Aufarbeitung von Käfernestern kann schnell zu erhöhten Kosten für Waldbesitzer führen. 

Im Wald des Landes und der Gemeinden kontrollieren die zuständigen Förster die Bestände auf Borkenkäferbefall. Im Privatwald werden betroffene Waldbesitzer von der Privatwaldberatung im Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz  unterstützt und auf Schäden aufmerksam gemacht.

Detaillierte Informationen zu Maßnahmen der Überwachung, Vorbeugung und zur Bekämpfung der Borkenkäfer finden die Waldbesitzer in dem aktuellen Faltblatt „Handlungshinweise – Umgang mit Borkenkäferbefall“, das sie mit folgendem Link von der Homepage des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz herunterladen können: https://www.saarland.de/75970.htm

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