Ein heftiges Unwetter hat am späten Montagabend gegen 19.30 Uhr den Hochwald und das nördliche Saarland getroffen. Kräftige Gewitter, ergiebiger Starkregen und teils schwere Sturmböen sorgten für mehrere Feuerwehreinsätze in der Region. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.
Auf der B407 zwischen Mandern und Zerf in der Verbandsgemeinde Kell am See stürzten Bäume um und mussten von den Einsatzkräften beseitigt werden. Auch in Wadern fiel ein Baum auf den Parkplatz eines Supermarktes. Auf weiteren Straßen blockierten umgestürzte Bäume die Fahrbahn.
Der schwerwiegendste Einsatz ereignete sich im Nonnweiler Ortsteil Primstal. Am dortigen Naturfreibad knickte während des Sturms ein Mast einer Telefonleitung vollständig ab. Nach Angaben von Augenzeugen war vermutlich ein sogenannter Downburst die Ursache. Der Mast brach am unteren Ende regelrecht ab, die Leitung stürzte zu Boden. Im Umfeld zeigten sich zahlreiche Sturmschäden: Mehrere Bäume wurden entwurzelt oder verloren schwere Äste.
Die Feuerwehr Primstal rückte umgehend an und sperrte den Gefahrenbereich großräumig ab. Die herabgestürzte Leitung hing über einer weiteren Stromleitung sowie in einem umgestürzten Baum über einem Bachbett. Infolge des Schadens kam es zu einem kurzzeitigen Stromausfall. Der zuständige Energieversorger wurde mit der Sicherung und Instandsetzung der beschädigten Leitung beauftragt. Neben der Feuerwehr Primstal war auch der Wehrleiter der Gemeinde Nonnweiler im Einsatz.
Im Nonnweiler Ortsteil Otzenhausen überflutete das Unwetter zudem die Bahnhofstraße. Die Feuerwehr Otzenhausen sicherte den betroffenen Bereich ab. Nachdem die Unwetterfront weiter in Richtung Hochwald gezogen war, wurden keine größeren weiteren Zwischenfälle bekannt.





